Modeatelier: Anstelle von Abendroben werden Masken produziert

An der Alpenstrasse in der Stadt Luzern werden nebst Kleidung nach Mass jetzt auch Schutzmasken produziert – auf Vorbestellung.

Sandra Monika Ziegler
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Das Atelier LU Couture hat erste Modelle für Schutzmasken entworfen.

Das Atelier LU Couture hat erste Modelle für Schutzmasken entworfen.

Bild: Nadia Schärli (Luzern, 16. März 2020)

Das Luzerner Modeatelier LU Couture AG an der Alpenstrasse in Luzern und einem Ableger in Willisau näht Einzelanfertigungen nach Mass. Dazu gehören Abendroben, Herrenbekleidung oder Fasnachtskleider für Guuggenmusigen.

Der Standort Willisau hat sich auf Kleinstproduktionen für Unternehmen spezialisiert. Jetzt will das Atelier LU Couture mit dem Produzieren von Masken seinen Beitrag zur Eindämmung der Virusverbreitung leisten. Auf die Idee kam man in Gesprächen mit einem Hotelier. Geliefert werden die Masken auf Bestellung.

2000 Masken pro Woche

Geschäftsleiterin Rufina Hümmer sagt auf Anfrage: «Wir stehen am Anfang und müssen erst einmal die diversen Produktionsschritte aufgleisen.» Man erstelle nun Arbeitspläne und berechne anhand von ersten Modellen, wie viele Masken produziert werden könnten.

Erste Probeläufe hätten gezeigt, dass die Herstellung einer Maske rund zwei Minuten dauern dürfte. «Wir könnten pro Woche 2000 Masken liefern. Der Preis muss noch berechnet werden», sagt Rufina Hümmer. Bezogen werde das Material von einem Schweizer Lieferanten. Hümmer präzisiert: «Es handelt sich um ein Vliesmaterial, das man in der Textilbranche verwendet.»

Die LU Couture AG bildet aktuell 30 Personen zu Bekleidungsgestalterinnen und -gestaltern aus, 10 Personen erhalten eine Spezialausbildung. Das Unternehmen wird als Public-Privat-Partnership-Projekt geführt und vom Kanton Luzern unterstützt.

Infos unter www.lu-couture.ch

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