MONDAYNIGHTSKATE: Skater durch hohe Polizeikosten ausgebremst

Hunderte Inlineskater wollen wieder in den Sommermonaten durch die Stadt Luzern fahren. Doch der Monday Nightskate ist akut gefährdet – wegen zu hohen Polizeikosten.

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Der Nightskate beim KKL Luzern. (Archivbild Remo Nägeli/Neue LZ)

Der Nightskate beim KKL Luzern. (Archivbild Remo Nägeli/Neue LZ)

«Die Sicherheitskosten sind in Luzern viel höher als in anderen Städten», klagt Brigitte Albisser vom Verein Nightskate Luzern. Die hohen Polizeikosten scheinen den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung zu machen. Der Saisonstart war auf Mai geplant, ist auf Juni verschoben, doch ob überhaupt gestartet werden kann, ist noch völlig offen.

Polizeikosten gehen in die Tausende
Was in Genf, Basel, Aarau, Zug und Zürich mit einer Pauschale von einigen hundert Franken durchgeführt wird, scheint in Luzern nicht möglich. «In Luzern wird uns jede Minute von der Polizei voll verrechnet», sagt Albisser. Der Betrag geht so schnell in die Tausende. In Aarau übernimmt die Stadt den Betrag, wie die Aargauer Zeitung letzte Woche berichtete. Um den Anlass durchführen zu können und die Strassen legal absperren zu dürfen, sind die Organisatoren zwingend auf die Polizei angewiesen. Je nachdem, wie viele Inlineskater erwartet werden, begleiten zwei Polizei-Töfffahrer die Inlineskater an durchschnittlich sieben Montagabenden. Zudem unterstützen viele Freiwillige den Anlass.

Obwohl die Nightskates in Zürich im Vergleich zu Luzern ein x-faches an Skatern (rund 7000 pro Abend) anlocken und die Stadt mehr Polizei-Personal zur Verfügung stellt, sind die Kosten tiefer als in Luzern.

Hunderte Inlineskater sind auf den Strassen unterwegs (Bild Nightskate)

Gesuch bei der Stadt hängig
Der Sicherheitsdirektion der Stadt Luzern liegt ein Gesuch der Organisatoren vor. Laut Albisser sei sogar eine neue Route vorgesehen. «Wir möchten das Interesse bei der Stadt für diesen Anlass wecken», sagt Brigitte Albisser. Schliesslich wolle man auch 2010 die Leute animieren, sich draussen zu bewegen und die schöne Kulisse zu entdecken. Nicht selten fahren auch Touristen mit. In Biel und Kreuzlingen pausiert der Nightskate in diesem Jahr, da «aufgrund der angespannten Wirtschaftslage keine Sponsoren gefunden werden konnten». In Chur wird es keinen MNS mehr geben. Das örtliche Organisationskomittee konnte nicht mehr besetzt werden.

René Meier / Zisch

Impressionen vom Luzerner Nightskate 2008 :