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Monique Frey: Langer Einsatz für Minderheiten

Die Luzerner Grüne Monique Frey kandidiert für den National- und Ständerat. Ihr Vater war im Aargau Gemeinderat für die SVP.
Lukas Nussbaumer
Monique Frey. (Bild: PD)

Monique Frey. (Bild: PD)

Mutter Lis Frey war als Redaktorin des Badener Tagblatts und der Aargauer Zeitung für die regionale Politberichterstattung zuständig, Vater Peter sass für die SVP viele Jahre im Gemeinderat von Birr. «Politik war bei uns immer ein Thema», blickt die 53-jährige Grüne National- und Ständeratskandidatin Monique Frey zurück. Mit der SVP konnte die spätere Agronomiestudentin jedoch nie etwas anfangen. Gespräche über Politik mit ihrem Vater seien denn auch schwierige gewesen.

Mit 20, nach der Tschernobyl-Katastrophe, trat Frey den Grünen bei, mit 24 wurde sie in den Einwohnerrat von Brugg gewählt. 2005 zügelte die inzwischen promovierte Agronomin mit ihrem Lebenspartner und der gemeinsamen Tochter nach Emmen. Es war die zweite Züglete innert Kürze: 2004 nämlich dislozierte die ganze Familie für ein Jahr nach Goražde in Bosnien-Herzegowina, wo Frey für die Caritas Schweiz ein Beerenprojekt aufbaute. «Dort habe ich gemerkt, wie mir die Politik fehlt», sagt die Fraktionschefin der Grünen im Kantonsrat. Sie arbeitet noch immer für die Caritas – heute als Fachberaterin im Bereich Ernährungssicherheit und Märkte.

Schockiert über einen Vorstoss der FDP

Vermisst hat Frey die Politik deshalb, weil sie im Ausland nicht mitbestimmen konnte. «Ich bin total überzeugt von der Zivilgesellschaft. Darum habe ich mich schon früh für das Stimm- und Wahlrecht für Ausländer eingesetzt.» Wie sehr sich Frey für die Mitbestimmung aller – «ein ganz besonderes Privileg in der Schweiz» – stark macht, zeigt ihre Betroffenheit über eine Motion der FDP. Diese wollte im Kantonsrat nur noch über Vorstösse reden, wenn diese von der Mehrheit der Parlamentarier unterstützt werden. «Das hat mich extrem schockiert. Auch Minderheiten haben das Recht, angehört zu werden.»

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