MONSTER-CORSO LUZERN: 90 Monster lassen es nochmal richtig krachen

Ein letztes Mal hat sich die Fasnacht in der Stadt Luzern aufgebäumt: Mit dem Monster-Corso hiess es Abschied nehmen von der Fasnacht 2009.

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Chnuupe Sager Lozärn während des Monstercorsos. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Chnuupe Sager Lozärn während des Monstercorsos. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Trotz nasskaltem Wetter: Die Stadt Luzern verwandelte sich am Güdisdienstag noch einmal zu einem kunterbunten Narrenreich. Dabei holten am Monster-Corso 90 Guuggenmusigen alles aus ihren Instrumenten heraus.

Posauen, Pauken, Trommeln, Trompeten – sie alle trugen zu einem lautstarken Abschiedsgruss an die Fasnacht 2009 bei. Besonders beeindruckend waren all die wundervoll gestalteten Grinden: Von Ölscheichs bis hin zu unheimlichen Wikinger-Kriegern waren der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Bis ins kleinste Detail wurden die Masken gestaltet – man kann nur erahnen, wie viele Stunden die Fasnächtler dafür investiert haben müssen.

Mit dabei waren auch 25'000 Zuschauer, die am Wegrand einen letzten Blick auf die prächtigen Grinden erhaschen wollten. Der Andrang war gross. Wer zu spät zum Umzug kam, musste in den hinteren Zuschauerreihen schon auf die Zehenspitzen stehen, damit er noch etwas vom Umzug sehen konnte.

Laut Mitteilung der Stadtpolizei Luzern verlief alles störungsfrei, sie musste keine besonderen Einsätze leisten.

«Die Fasnacht lebt»
Auch «Absturzpilot» Marco Schärer aus Luzern schaut dem lauten Treiben zu. Er sei schon ein bisschen wehmütig, so der 49-Jährige. «Aber der Monster-Corso ist immer ein sehr schöner und würdiger Ausklang.» Als Mitglied der Maskenliebhaber-Gesellschaft Stadt Luzern freue er sich schon auf die nächste Fasnacht. «In einem Monat fangen die Vorbereitungen wieder an.»

Als Polizisten haben sich Sonia Di Paolo (41) und ihr Sohn Lenny (4) aus Luzern verkleidet. Sie schauen dem Umzug gebannt zu. «Ich finde es super, dass die Stadt an Fasnacht mit all den Menschen immer ganz anders aussieht», sagt Sonia Di Paolo.

Die Fasnacht lebte am Dienstag am Monster-Corso. Und so manch einer zog wohl noch bis spät in die Nacht in den fasnächtlichen Gassen Luzerns umher und tauchte ein letztes Mal so richtig in die rüüdige Narrenwelt ein.

Andreas Bättig

Sehen Sie hier das Video vom Monster-Corso: