MOSKAU / LUZERN: Muss Gütsch-Besitzer bald Strassen wischen?

Ein Gericht in Moskau hat den Milliardär und Hotel-Besitzer Alexander Lebedew zu 150 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Möglich, dass er bald einen Besen fassen muss.

Inna Hartwich
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Milliardär Alexander Lebedew (2. von links) mit seinem Sohn Jewgeni (rechts) vor einem Moskauer Gericht. (Bild: Keystone)

Milliardär Alexander Lebedew (2. von links) mit seinem Sohn Jewgeni (rechts) vor einem Moskauer Gericht. (Bild: Keystone)

Ins Gefängnis muss er nicht, könnte aber bald mit einem Besen in der Hand in einem der Moskauer Hinterhöfe zu finden sein: Das Ostankino-Bezirksgericht in Moskau hat den bekannten russischen Bankier Alexander Lebedew, der gern auch satirische Stücke gegen Russlands Präsidenten Wladimir Putin schreibt, zu 150 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt – weil der Milliardär sich in einer TV-Talkshow mit einem nicht minder schillernden Moskauer Baulöwen geprügelt hatte.

Lebedew zieht den Fall weiter

Wenn auch ein höheres Gericht ihn für schuldig bekennt, muss er bis zu 12 Stunden am Tag unter Aufsicht Sozialstunden ableisten. Manchmal ist es Wischen der Höfe, manchmal das Saubermachen von städtischen Gebäuden, manchmal muss man Bäume schneiden, manchmal im Spital helfen. Es ist immer als Arbeit für eine unqualifizierte Kraft. Tut er das nicht, droht Haft: ein Tag für acht Stunden nicht geleisteter Arbeit. Jeder Fall wird anders behandelt.

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