MOTTERI-UMZUG MALTERS: Endlich erklingt der Mitternachtsjutz

Im selbst ernannten Kantonshauptort Malters werden die drei höchsten Luzerner gefeiert. Und der Höhepunkt des Jodlerfests wird auch nachgeholt.

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Die Schädubrommer Malters verhalfen dem Motteri-Umzug zu mexikanischem Flair. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Die Schädubrommer Malters verhalfen dem Motteri-Umzug zu mexikanischem Flair. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Moment! In Malters gibt es doch gar keine Zunft, oder? Richtig. Denn der Motteri-Rat, der arbeitet anders und organisiert den «Mauterser Rambazamba-Mäntig» ziemlich selbsttragend. Dennoch gab es gestern am 31. Motteri-Umzug eine Zunft-Nummer. Dies war aber ein Importprodukt aus Neuenkirch.

Zu Beginn des Umzugs heizte die Malterser Guuggenmusig Schabegrabscher gleich zünftig ein. Neben schränzigen Klängen gabs Showeinlagen mit Fahnenschwingen, Chlütterli, Jutz und Alphorn.

Schwemmholz, Mitternachtsjutz
Das einheimische Wirken dominierte den Umzug, der ab der Hälfte wegen des Regens feucht-fröhlich wurde. Die «Freie Gruppe Mausohr» hat sich Gedanken über das Schwemmholz gemacht, das eine Badi an der Kleinen Emme erwarten könnte. Und der Motteri-Rat kündigte höchstpersönlich den Mitternachtsjutz an, der am Zentralschweizerischen Jodlerfest, das im letzten Sommer in Malters über die Bühne ging, nicht erklingen konnte. Die Landjugend Pilatus baute kurzerhand in Blatten eine S-Bahn-Haltestelle, und die drei höchsten Luzerner (Kantonsrats-, Regierungs- und Obergerichtspräsident) erhielten eine eigene Umzugsnummer - sie sind nämlich alle aus Malters.

Bunt war er, der Umzug. Und danach ging es in den Festbeizen rund um den Bahnhof noch einige Stunden fasnächtlich ausgelassen weiter.

Nadine Aregger