MUHAMMAD IBRAHIM: Der Prix Caritas geht nach Bangladesch

Mit dem Prix Caritas 2009 für Menschlichkeit wurde in Luzern Muhammad Ibrahim ausgezeichnet. Nationalrätin Barbara Schmid-Federer würdigte in ihrer Laudatio das jahrzehntelange Engagement des Preisträgers.

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Preisträger Muhammad Ibrahim (sitzend) mit Schülerinnen. (Bild Betrand Rey/Caritas Schweiz)

Preisträger Muhammad Ibrahim (sitzend) mit Schülerinnen. (Bild Betrand Rey/Caritas Schweiz)

Der promovierte Physiker, der auch an der Universität in Dhaka einen Lehrstuhl inne hat, ist langjähriger Präsident der Gesellschaft für Solarenergie in Bangladesch sowie Experte von Uno- Sonderorganisationen wie der Welternährungsorganisation oder der Unesco. Ausgezeichnet wurde der Naturwissenschaftler jedoch für eine nunmehr 30-jährige pionierhafte und zukunftsweisende Bildungsinitiative, das «Centre for Mass Education and Science» (CMES).

30'000 Schüler
Für Kinder aus sozial benachteiligten Familien entwickelte Ibrahim ein angepasstes Ausbildungssystem. So werden Bildung und Berufsqualifizierung in einer engen Art und Weise zusammengeführt. Die Schüler erhalten eine schulische Grundausbildung, Persönlichkeitsbildung und eine Berufsausbildung, die sie befähigt, als selbstständige Unternehmer tätig zu werden. Rund 30'000 Schüler besuchen heute die von Ibrahim Muhammad gegründeten Zentren.

Nationalrätin Barbara Schmid-Federer erklärte, der Prix Caritas sei für Muhammad Ibrahim eine verdiente Auszeichnung. Er habe nicht nur auf eindrucksvolle Weise das Recht auf Bildung für alle konkret gemacht, sondern auch wesentliche Akzente für eine Entwicklungshilfe gesetzt, die auf sozialen Ausgleich und Nachhaltigkeit baue.

scd