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MUSEEN: Erlebnistag statt Museumsnacht

Die Luzerner Museen veranstalten einen neuen Event – unter anderem mit einer Tsunami-Schau.
Wegen den Sparmassnahmen könnte das Naturmuseum (rechts) und das Historische Museum auf Anfang 2018 geschlossen werden. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 21. Februar 2017))

Wegen den Sparmassnahmen könnte das Naturmuseum (rechts) und das Historische Museum auf Anfang 2018 geschlossen werden. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 21. Februar 2017))

Die 2000 erstmals durchgeführte Luzerner Museumsnacht gehört definitiv der Vergangenheit an. Jeweils an einem Freitagabend bis Mitternacht boten die Museen der Stadt Luzern ein vielfältiges Programm – für 25 Franken pro Person (Kinder gratis). Nach anfänglichem Erfolg sank die Zahl verkaufter Tickets auf unter 20 000 – «zu wenig, um weiterzumachen», sagt Alexan­dra Strobel, die heutige Leiterin Kommunikation und Marketing der Kantonalen Museen.

2015 fand die Museumsnacht zum letzten Mal statt. Dieses Jahr findet erstmals ein Ersatz-Event statt: Das Natur-Museum und das Historische Museum Luzern laden die Bevölkerung am Samstag, 2. September, zu einem Erlebnistag zum Thema «Wasser» ein. Zusammen mit Partnern wie EWL gibt es laut Programm unter anderem eine Kinderführung «Tsunami – Rette sich, wer kann» im Historischen Museum, bei der man «die Kraft der Tsunamis hautnah erleben kann» und darauf hingewiesen wird, dass es hohe Flutwellen einst auch am Vierwaldstättersee gab. Weiter gibt eine Besichtigung des Kleinwasserkraftwerks Mühlenplatz und eine Aktion mit dem Pontonier-Sportverein. Auf dem Kasernenplatz wird anhand eines Modells aufgezeigt, wie der Wasserkreislauf funktioniert und wie die Stadt Luzern mit Wasser versorgt wird. Der Eintritt ist gratis.

Museen – «Orte der Inspiration»

«Wir möchten der Bevölkerung damit danken», sagt Strobel. «Ohne sie gäbe es die Museen nicht. Nur wenn die Leute uns besuchen, gibt es uns weiterhin.» Sie spielt damit auf die Sparpolitik des Kantons an, die auch die Kultur betrifft.

Die neun Museen von Stadt und Agglomeration Luzern, die sich zu einem Verein zusammengeschlossen haben, forderten den Regierungsrat vor kurzem in einem offenen Brief dazu auf, sich weiterhin für eine «lebendige und vielfältige Museumslandschaft» einzusetzen: «Museen sind Orte, an denen nicht nur aufbewahrt und ausgestellt, diskutiert und gestaltet wird. Sie sind Orte der Inspiration und schaffen kulturelle, identitätsstiftende Räume, in denen wir Vergangenes reflektieren und über Zukunftsmöglichkeiten nachdenken.»

In anderen Schweizer Städten gibt es weiterhin Museumsnächte. Die 37 teilnehmenden Institutionen an der diesjährigen Museumsnacht in Bern am 17. März etwa zählten total 111 449 Eintritte, laut Angaben des Vereins Museen das zweitbeste Ergebnis seit ihrem Beginn im Jahr 2003.

Hugo Bischof

hugo.bischof@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Programm Erlebnistag 2017 auf: www.naturmuseum.ch, www.historischesmuseum.lu.ch

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