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MUSEEN: Fürs Museum braucht es kein Studium

Der Verband Museen Luzern ist dieses Jahr erstmals an der Luga vertreten. Damit wollen die Aussteller einheimische Besucher in ihre Stätten locken.
Anja Glover
Theo und Lisa Gwerder aus Muotathal machen das riesige Puzzle des Gletschergartens. (Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 1. Mai 2017))

Theo und Lisa Gwerder aus Muotathal machen das riesige Puzzle des Gletschergartens. (Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 1. Mai 2017))

Anfang Jahr verbündeten sich neun Luzerner Museen und gründeten einen Verband. Ihre Mission: «Wir wollen nicht nur Touristen, sondern mehr einheimische Gäste begrüssen können», so der Inhaber des Militärmuseums, Charles Wüest. Auf die Frage, weshalb die Museen unter dem Jahr hauptsächlich von Touristen besucht werden, antwortet er: «Als Rückmeldung werden nicht selten die zu hohen Preise beklagt. Eigentlich erstaunt mich das, wir befinden uns schweizweit gesehen in einem eher tieferen Preissegment.»

Am Stand des Verbandes Museen Luzern wird der Luga-Besucher auf das breite Spektrum der Museen aufmerksam gemacht. Bisher hatte die Museumsnacht diese Funktion. Doch 2016 fand diese nicht statt – wegen rückläufiger Ticketverkäufe. Dieses Jahr findet deshalb der gemeinsame Auftritt der Museen in kleinerer Form an der Luga statt. «Jedes Museum hat einen Gegenstand ausgestellt. Das bietet uns die Möglichkeit, von unserer Vielfältigkeit zu erzählen», so Wüest. Es sei ihm wichtig, auch mal aus dem Haus zu kommen, um die Leute direkt abholen zu können.

Aufklärung bedürfe es immer wieder, denn viele Leute würden sich nicht getrauen, ein Museum zu betreten. Dies aus Angst, den ausgestellten Inhalt nicht zu verstehen. «Das ist völliger Unsinn. Für ein Museum braucht man ­Augen und Herz, keinen Studienabschluss», so Wüest.

Museen sind heute interaktiver

Auch kämen bei vielen Besuchern im Zusammenhang mit Museen schlechte Kindheitserinnerungen an Langeweile auf. ­Wüest: «Doch Museen sind heute reichlich interaktiver und daher auch für die jüngsten Gäste deutlich unterhaltsamer als früher.» Der Luga-Stand der Luzerner Museen erfreut sich einer hohen Besucherzahl. Das Kennenlernen von Vergangenem scheint vor allem bei den Kleinsten auf grosses Interesse zu stossen.

«Das liegt natürlich auch an den Aktivitäten, jeden Tag gibt es etwas Neues zum Basteln oder zum Spielen», erklärt Wüest. So können beispielsweise Tierspuren erkannt und Gipsabdrücke davon selber hergestellt werden oder an einer Telefonzentrale von 1938 herumgedrückt werden. Weiter kann man etwa Münzen prägen, «Picassos» ausmalen oder ein Gletscherbild puzzeln.

Anja Glover

stadt@luzernerzeitung.ch

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