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MUSEGG: Luzerner Stadtverwaltung stellt Hausbesetzern ein Ultimatum

Die Aktivisten, die am Wochenende Teile der städtischen Liegenschaft «Auf Musegg 1» besetzt haben, müssen das Haus bis am Donnerstag verlassen. Die Stadt hat den Hausbesetzern ein Ultimatum gestellt.
Transparente an der Fassade der Remise hinter der Villa Musegg zeugen von der Hausbesetzung durch Aktivisten der Gruppe «Pulp@». (Bild: PD/Gruppe «Pulp@»)

Transparente an der Fassade der Remise hinter der Villa Musegg zeugen von der Hausbesetzung durch Aktivisten der Gruppe «Pulp@». (Bild: PD/Gruppe «Pulp@»)

Die Remise, in der die Aktivisten der Gruppe «Pulp@» seit Samstag das obere Stockwerk besetzen, gehört zur historischen Villa «Musegg». Die Liegenschaft befindet sich im Eigentum der Stadt Luzern. Diese ist am Samstag über die Hausbesetzung informiert worden.

Zuerst wollte die Stadtverwaltung mit Massnahmen zuwarten und eine «einvernehmliche Lösung» anstreben (wir berichteten). Doch nun ist der Geduldsfaden gerissen: Die Stadt hat den Besetzerinnen und Besetzern ein Ultimatum gestellt, wie das Regionaljournal Zentralschweiz von Radio SRF am Mittwochmorgen berichtete. Bis am Donnerstag müssten die Hausbesetzer die Remise hinter der Villa verlassen. «Ansonsten behalten wir uns vor, die üblichen rechtlichen Schritte wegen Hausfriedensbruchs einzuleiten», so Stadträtin Franziska Bitzi. Sie vertritt während den Osterferien die zuständige Baudirektorin Manuela Jost.

Dem Wunsch der Aktivisten nach einer Zwischennutzung könne man nicht entsprechen. Grundsätzlich bemühe sich die Stadt um Zwischennutzungen, so Bitzi weiter. Das obere Stockwerk der Remise sei dafür aber ungeeignet. Nebst gesundheitsgefährdendem Schimmelbefall würden darin auch Infrastrukturen wie Küche oder Badezimmer fehlen.

In persönlichen Gesprächen am Montag und Dienstag – unter anderem durch Stadträtin Franziska Bitzi Staub – habe man die Hausbesetzter aufgefordert, den Raum freiwillig zu verlassen, teilte die Stadt Luzern am Mittwochmittag in einem nachgereichten Communiqué mit. Zudem sei die Gruppe schriftlich aufgefordert worden, den Raum bis am Donnerstagmorgen, 12. April 2018, um 9 Uhr zu verlassen.

Aktivisten kündigten Widerstand an

Sich einfach so zurückziehen wollen die Hausbesetzer aber nicht. «Wir werden sicher Widerstand leisten», sagte eine männliche Person mit dem Pseudonym «Andrea Fischer», die laut eigenen Angaben für die Kommunikation der Hausbesetzer zuständig ist, auf Anfrage unserer Zeitung. Man hoffe auf eine Stadt, die sich «auf Diskussionen einlässt und sich offen zeigt im Umgang mit Räumen, Eigentum und Liegenschaften».

Wie stark sich die Hausbesetzer gegen die Räumung tatsächlich wehren werden, bleibt fraglich. Fischer rang während dem telefonischen Interview immer wieder um Worte, wich konkreten Fragen aus. Wird die besetzte Liegenschaft den Ankündigungen zum Trotz schlussendlich etwa doch sang- und klanglos geräumt? «Das ist eine schwierige Frage. Schlussendlich geht es darum, dass man miteinander redet», so Andrea Fischer.

David von Moos

Diese Remise an der Adresse Auf Musegg 1 wurde besetzt. (Bild: Luzerner Zeitung (Luzern, 9. April 2018))

Diese Remise an der Adresse Auf Musegg 1 wurde besetzt. (Bild: Luzerner Zeitung (Luzern, 9. April 2018))

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