MUSEUM: Gletschergarten profitiert vom Regensommer

Der Gletschergarten ist 2014 häufiger besucht worden als im Vorjahr. Das Museum steigerte die Zahl der Gäste um 4,6 Prozent auf knapp 120'800. Grund seien die Sonderschauen "Lawinen" und "Gletscher der Welt" sowie das Regenwetter im Juli und August gewesen.

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Der Gletschergarten soll mit einem neuen Museum wieder mehr Besucher anlocken. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Der Gletschergarten soll mit einem neuen Museum wieder mehr Besucher anlocken. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Es handle sich um das beste Ergebnis seit 2011, teilte der Gletschergarten am Dienstag mit. Dank der Besucherentwicklung rechnet die für das Museum verantwortliche Stiftung auch in finanzieller Hinsicht mit einem positiven Ergebnis.

Erwartete Überschüsse werden gemäss Mitteilung in die weitere Planung des im Mai 2014 vorgestellten Projektes "Fels" investiert. Der Gletschergarten plant für rund 20 Millionen Franken einen neuen Museumsbau im Fels. Mit der unterirdischen Attraktion will die Stiftung die Zukunft des Gletschergartens als das am zweitmeisten besuchte Museum im Kanton Luzern sichern.

Die Beschaffung der Mittel dauert nun länger als das geplante eine Jahr, wie Gletschergarten-Direktor Andreas Burri auf Anfrage sagte. Von den nötigen 20 Millionen Franken seien bislang 15 Millionen Franken schriftlich zugesichert worden.

Die Stadt Luzern entscheidet über ihren Beitrag von rund drei Millionen Franken im Herbst 2015. Der Kanton macht seine Zuwendung in derselben Höhe vom Beitrag der Stadt abhängig. Zudem würden mehrere private Geldgeber erst Mittel sprechen, wenn sich auch die öffentliche Hand definitiv beteiligt, sagte Burri weiter. Dem Museum sei darum derzeit die Hände etwas gebunden.

Ursprünglich war geplant, dass Ende 2015 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Der umgestaltete Gletschergarten sollte 2017 eröffnet werden. (sda)

Die Eröffnung der Brücke auf dem «Glacier 3000» in Les Diablerets. (Bild: Keystone)
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Touristen in der Titlis Eisgrotte. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Beim Titlisgletscher laufen die Vorbereitunge für die kommende Wintersaison auf Hochtouren (Oktober 2014). (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Wanderer unterwegs von der Diavolezza (2978 m.ue.M.) zum Munt Pers (3207 m.ue.M.). Im Hintergrund die Gletscher Pers und Morteratsch. (Bild: Keystone)
Der Rhonegletscher auf dem Furka Pass. Aufgenommen am 30. Juli 2008 auf dem Furka. (Bild: Chris Iseli/Neue LZ)
600 Menschen haben 2008 am auf dem Aletschgletscher nackt posiert. (Bild: Keystone)
Auf dem Gemsstock in Andermatt wird der Gletscher eingepackt, um ihn vor dem Schmelzen zu schützen. (Bild: Patrik Pauli/Neue LZ)

Die Eröffnung der Brücke auf dem «Glacier 3000» in Les Diablerets. (Bild: Keystone)