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Museum im Bellpark erhält mehr Geld von der Stadt Kriens – und allenfalls weitere Fondsbeiträge

Die Beiträge der Stadt werden ab 2020 um 10'000 Franken pro Jahr erhöht. Eine weitere Erhöhung lässt die Finanzlage nicht zu, entschied der Krienser Einwohnerrat am Donnerstag. Er zeigte aber einen anderen Weg auf, um zu mehr Geld zu kommen.
Stefan Dähler
Das Museum im Bellpark in Kriens. (Bild: Pius Amrein, 3. September 2019)

Das Museum im Bellpark in Kriens. (Bild: Pius Amrein, 3. September 2019)

Ein «Juwel» oder ein «Bijou» ist das Museum im Bellpark in Kriens. Die Krienser Parlamentarier waren am Donnerstag voll des Lobes für die Institution, die Kriens über die Kantons- und gar Landesgrenzen hinaus bekannt mache. Entsprechend wurde die Leistungsvereinbarung 2020 bis 2023 einstimmig bewilligt. Diese sieht vor, den jährlichen Betrag der Stadt an das Museum von 330'000 auf 340'000 Franken zu erhöhen (wir berichteten). Wie bis anhin soll die Stadt zudem keine Miete für die Nutzung des Museumsgebäudes und der Lager verlangen.

Dennoch kam es zu Diskussionen. Denn das Museum hatte beim Stadtrat eigentlich eine Erhöhung auf 360'000 Franken beantragt. 2018 schrieb es einen Verlust von 18'000 Franken, wodurch das Eigenkapital fast um die Hälfte schrumpfte. Aufgrund der schlechten Finanzlage der Stadt schlug die Exekutive aber eine kleine Erhöhung um 10'000 Franken vor.

SP wollte mehr Geld sprechen

Es bleibe «ein bitterer Beigeschmack», sagte Michael Portmann (SP). Seine Partei beantragte daher eine Erhöhung um 20'000 Franken. Unterstützung erhielt er von überraschender Seite. «Die 10’000 Franken sind etwas mager. Es ist zwar richtig, wenn der Stadtrat hart verhandelt, aber hier hat er vielleicht etwas zu hart verhandelt», sagte Räto Camenisch (SVP).

SP-Stadträtin und Kulturvorsteherin Judith Luthiger gab offen zu, dass sie persönlich den Betrag ebenfalls gerne stärker erhöht hätte, in der stadträtlichen Abstimmung jedoch unterlag – was ihr einen Rüffel von Einwohnerratspräsident Roger Erni (FDP) einbrachte. Sein Parteikollege Thomas Lammer mahnte, dass die Stadt «finanziell noch nicht über dem Berg» ist, daher solle man dem Vorschlag des Gesamtstadtrats folgen. Luthiger fügte danach hinzu, diesmal im Einklang mit dem Kollegialitätsprinzip, dass ein höherer Beitrag anderswo kompensiert werden müsste. Schliesslich scheiterte der SP-Antrag mit 11 zu 14 Stimmen, ausser Camenisch stimmte kein weiteres bürgerliches Ratsmitglied zu.

Tourismusfonds für Museum anzapfen?

Dennoch könnte das Museum künftig noch mehr Geld von der Stadt Kriens erhalten. Oppositionslos angenommen wurde ein Bemerkungsantrag von Anita Burkhardt namens der CVP. Der Stadtrat wird aufgefordert, aus dem durch Kurtaxen geäufneten Tourismusfonds jährlich weitere 10'000 für das Museum zu sprechen. Das Museum müsste dafür einen entsprechenden Antrag stellen. Allerdings wird das nicht so einfach, wie es auf die Schnelle klingt, mahnte Stadtpräsident Cyrill Wiget (Grüne). Das Tourismusgesetz sehe vor, dass der Fonds nur für Projekte eingesetzt werden darf, die einen direkten Nutzen für Touristen haben. Wie solch ein Projekt des Museums im Bellpark aussehen könnte, ist noch offen.

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