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MUSIKFEST: Bereit für ein grossartiges Fest

Für zwei Wochen steht Sempach im Zeichen der Blasmusik. Den Auftakt machen heute die Jungmusikanten – mit einer Rekordbeteiligung.
Christian Hodel
Diese sechs Musikanten der Musikgesellschaft Harmonie Sempach freuen sich auf ihren Auftritt. (Bild Pius Amrein)

Diese sechs Musikanten der Musikgesellschaft Harmonie Sempach freuen sich auf ihren Auftritt. (Bild Pius Amrein)

Christian Hodel

Das Kantonal-Jugendmusikfest startet mit einem Rekord. Noch nie treten mit 44 Jugendmusikformationen so viele Korps gegeneinander an, wie heute in Sempach. Die Versorgung der fast 1400 Jugendlichen und der über 4000 Musikanten, die dann am Sonntag und am kommenden Wochenende um die Wette spielen, kommt einer logistischen Meisterleistung gleich.

Sattelschlepper um Sattelschlepper fuhren in den vergangenen Tagen im Städtchen vor. Auf dem Bild: Musikanten der Musikgesellschaft Harmonie Sempach. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)Sattelschlepper um Sattelschlepper fuhren in den vergangenen Tagen im Städtchen vor. Auf dem Bild: Musikanten der Musikgesellschaft Harmonie Sempach. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Bühnenelemente, Absperrgitter, Zelte und 270 Kubikmeter Holzschnitzel luden die täglich rund 60 Helfer – davon 20 Zivilschützer der Region Sursee – während den sechs Aufbautagen ab. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)Bühnenelemente, Absperrgitter, Zelte und 270 Kubikmeter Holzschnitzel luden die täglich rund 60 Helfer – davon 20 Zivilschützer der Region Sursee – während den sechs Aufbautagen ab. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
«Es ist eine wahnsinnige Materialschlacht», sagt Toni Fleischlin (47, links), Bauchef des Musikfestes. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)«Es ist eine wahnsinnige Materialschlacht», sagt Toni Fleischlin (47, links), Bauchef des Musikfestes. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
2500 Quadratmeter Boden wurden verlegt, ein halbes Dutzend Zelte auf 3300 Quadratmetern errichtet, 1500 Kleiderbügel in den Instrumentendepots der Musikanten verteilt. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)2500 Quadratmeter Boden wurden verlegt, ein halbes Dutzend Zelte auf 3300 Quadratmetern errichtet, 1500 Kleiderbügel in den Instrumentendepots der Musikanten verteilt. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
«Sempach ist bereit für das grosse Blasmusikfest», sagt Fleischlin. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)«Sempach ist bereit für das grosse Blasmusikfest», sagt Fleischlin. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Die Wegweiser zeigen seit Freitag in die richtige Richtungen, die Getränkewagen sind gefüllt, das 2150 Plätze umfassende grosse Festzelt nahe der Festhalle Seepark steht. Auf dem Bild: Techniker Daniel Mathis und Tim Werner, Projektleiter von Bild + Ton. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)Die Wegweiser zeigen seit Freitag in die richtige Richtungen, die Getränkewagen sind gefüllt, das 2150 Plätze umfassende grosse Festzelt nahe der Festhalle Seepark steht. Auf dem Bild: Techniker Daniel Mathis und Tim Werner, Projektleiter von Bild + Ton. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
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Aufbauarbeiten für Musikfest

Innert sechs Tagen stand das Areal

Sattelschlepper um Sattelschlepper fuhren in den vergangenen Tagen im Städtchen vor. Bühnenelemente, Absperrgitter, Zelte und 270 Kubikmeter Holzschnitzel luden die täglich rund 60 Helfer – davon 20 Zivilschützer der Region Sursee – während den sechs Aufbautagen ab. «Es ist eine wahnsinnige Materialschlacht», sagt Toni Fleischlin (47), Bauchef des Musikfestes. 2500 Quadratmeter Boden wurden verlegt, ein halbes Dutzend Zelte auf 3300 Quadratmetern errichtet, 1500 Kleiderbügel in den Instrumentendepots der Musikanten verteilt. «Sempach ist bereit für das grosse Blasmusikfest», sagt Fleischlin. Die Wegweiser zeigen seit gestern in die richtige Richtungen, die Getränkewagen sind gefüllt, das 2150 Plätze umfassende grosse Festzelt nahe der Festhalle Seepark steht.

1975 floss Regenwasser durchs Zelt

Sempach hat Erfahrung mit Musikanten, bereits 1975 stand an gleicher Stelle wie heute das grosse Festzelt. 45 Blasmusikvereine haben damals das Luzerner Kantonal-Musikfest in Sempach besucht. Dieses Jahr sind es 91 Musikvereine und 44 Jugendmusikformationen. «Es sind andere Dimensionen als vor 40 Jahren. Ebenso gelten andere Vorschriften. Beispielsweise müssen die Vortragslokale in akustischer Hinsicht mehr bieten.» In der Kirche St. Stefan – neben der Festhalle Seepark eines der Wettspiellokale – habe man alle Sitzbänke und Böden mit Teppichen überzogen, an den Wänden hängen Vorhänge, um den Musikanten eine möglichst optimale Akustik zu bieten.

Doch inwiefern profitiert das heutige OK vom damaligen? «Wir haben vor allem eine Lehre aus dem Fest von 1975 gezogen», sagt Fleischlin. Auch damals stellten die Verantwortlichen das grosse Festzelt zwar auf die Wiese direkt am Sempachersee. Als es zu regnen begann, floss das Wasser laut Erzählungen aber wie ein Bach unter den Füssen der Musikanten hindurch. «Das passiert uns nicht mehr», sagt Fleischlin. Ein Holzboden sei nun im Zelt verlegt worden.

300 000 bis 350 000 Franken beträgt Fleischlins Budget für den Aufbau – was rund einem Viertel des Gesamtbudgets des Kantonal-Musikfest entspricht. «Ohne Sponsoren, die uns Material und Dienstleistungen zur Verfügung stellen, wäre ein solches Festareal, wie wir es heute präsentieren können, nicht möglich.» Neben Zivilschützern und Handwerksspezialisten seien auch Dutzende von ehrenamtlichen Helfern im Einsatz.

«Wir wollen eine saubere Sache»

Wert gelegt hat man laut Fleischlin, der bereits 2008 für den Aufbau des Eidgenössischen Jodlerfests in Luzern zuständig war, vor allem bei den «kleinen Dingen». So etwa bei den Toilettenanlagen. «Wir wollen eine saubere Sache.» Bei allen WCs habe man Wasserleitungen gezogen, ein Putzinstitut reinigt rund um die Uhr die Anlagen. «Es ist uns wichtig, auch in diesem Bereich Qualität zu bieten.» Dies koste zwar etwas mehr, sagt Fleischlin ohne dabei Zahlen zu nennen. «Das ist es uns aber wert.»

Als letzter grosser Bau errichteten die Zivilschützer und Helfer die vergangenen Tage eine 50 Meter lange und 6,5 Meter breite Stehtribüne an der Luzernerstrasse – vom Bahnhof in Sempach Station in Richtung Städtchen. Sie soll Platz für rund 800 Zuschauer der Parademusik bieten und wurde erstmals an einem Luzerner Kantonal-Musikfest aufgebaut. «Mit der abgestuften Tribüne können wir einigen Zuschauern nun bessere Sichtverhältnisse bieten.»

Drei Tage für den Abbau berechnet

Am Montag in einer Woche wird die Tribüne samt Festgelände wieder abgebaut. Und am Mittwoch – drei Tage nachdem auch die letzten Musikanten Sempach verlassen haben – wird vom Kantonal-Musikfest 2015 nichts mehr zu sehen ein. Fleischlin: «Was bleibt, ist die Erinnerung an ein hoffentlich grossartiges Fest.»

Bilder vom Aufbau in Sempach finden Sie unter www.luzernerzeitung.ch/bilder

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