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MUSIKFEST: Die Favoriten wollen ihren Titel verteidigen

Das Jugendblasorchester der Stadt Luzern geht am Samstag als Favorit ans Jugendmusikfest. Die Begeisterung für den Traditionsanlass ist gross.
Das Jugendblasorchester Luzern bereitet sich auf das Kantonale Musikfest in Sempach vor. (Bild Philipp Schmidli)

Das Jugendblasorchester Luzern bereitet sich auf das Kantonale Musikfest in Sempach vor. (Bild Philipp Schmidli)

Man kann sie nicht übersehen: Die rund 60 Mitglieder des Jugendblasorchesters der Stadt Luzern (JBL) stechen mit ihren gelben Jacketts wie ein Sonnenblumenfeld ins Auge. Sie warten auf den Samstag, an dem sich am 14. Luzerner Kantonalen Jugendmusikfest in Sempach 44 Blasorchester und Brassbands aus dem Nachwuchsbereich messen werden.

Der Wettbewerb spornt sie an

«Die Anspannung auf der Bühne ist gross, wenn eine Jury alles genau notiert», sagt Lorena Alessandri (18) aus Schüpfheim, die im JBL Klarinette spielt. Doch dadurch wachse das Orchester zusammen, meint sie. Ihr Schlagzeugkollege Julian Ruiz (17) aus Luzern ergänzt: «Nach der Rangverkündigung beim Feiern ist das Zusammengehörigkeitsgefühl einmalig.» Auch Dirigent Josef Fischer kann der Wettbewerbssituation Positives abgewinnen. «Die Musikerinnen und Musiker sind bereit, viel Zeit und Energie für die Wettbewerbsvorbereitungen zu investieren. Die hohe Aufmerksamkeit auf der Bühne führt zu Spitzenleistungen.»

Die unverwechselbare Uniform sei wichtig, finden die befragten JBL-Mitglieder einstimmig. Der 16-jährige Marvin Wettstein, der für die JBL-Proben wöchentlich mit seiner Posaune aus Stans anreist, sagt: «Über das gelbe Jackett können sich die Mitglieder mit dem Verein identifizieren, gerade bei Wettbewerben.» Aber nicht nur mit der Uniform, auch sonst lassen die jungen Musiker die Tradition hochleben. «Die Musikfeste sind ein wichtiges soziales und kulturelles Ereignis, auch für die Jungen», meint der Schlagzeuger Julian Ruiz. Das Traditionelle an den Festen störe ihn nicht: «Das gehört dazu, ich kann es mir fast nicht anders vorstellen.»

Parademusik nicht beliebt

Mit der Parademusik haben allerdings alle drei JBL-Musiker Mühe. Zum einen, weil die Koordination gleichzeitig spielen und marschieren – schwierig ist, zum anderen, weil die Parademusik «etwas gar strikt» sei, wie die Klarinettistin Lorena Alessandri meint. Dirigent Josef Fischer findet Marching-Shows im amerikanischen Stil interessanter. «Doch diese verlangen mehr Übung und Zeit, und die haben wir leider nicht.»

Anders als beim Musikfest ist beim Jugendmusikfest keine Parademusik vorgesehen. Allerdings müssen die Jungformationen wahlweise einen Choral oder Marsch konzertant vortragen. Das JBL hat sich für einen Marsch aus der Feder ihres Dirigenten entschieden: den «Pilatusfelsen». Als Unterhaltungsstück wird das JBL eine Blasorchesterversion von George Bensons «At The Mambo Inn» präsentieren und als sinfonisches Blasmusikwerk «Noah’s Ark» des belgischen Komponisten Bert Appermont.

«Unser Ziel ist klar: Wir möchten als Festsieger vom Platz gehen», sagt Dirigent Fischer. Das Orchester hat in den letzten Jahren an den Jugendmusikfesten stets gewonnen. Dabei tritt das JBL als einziges Orchester in der Kategorie Höchstklasse an. Doch den Festsieg können ihm die weniger stark klassierten Formationen gleichwohl streitig machen. Denn über den Sieg entscheidet die Zahl der erhaltenen Jurypunkte, wobei sich in jeder Stärkeklasse maximal 180 Punkte holen lassen.

Simon Bordier

Hinweis

Das JBL spielt am Samstag um 19.40 Uhr in der Festhalle Seepark in Sempach. Weitere Infos unter www.musikfestsempach.ch

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