MUSIKHOCHSCHULE: Architekten kritisieren Verfahren

Zurzeit läuft der Projektwettbewerb für den Neubau der Musikhochschule. Nach Kritik durch den Schweizer Berufsverband wird nun auch die Politik aktiv.

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Hier direkt neben dem Kulturzentrum Südpol, wo zurzeit eine Wagenburg steht, soll der Neubau der Hochschule Luzern - Musik hinkommen. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Hier direkt neben dem Kulturzentrum Südpol, wo zurzeit eine Wagenburg steht, soll der Neubau der Hochschule Luzern - Musik hinkommen. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

«Alles andere als korrekt und fair»: So in aller Kürze lautet die Einschätzung des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA) zu den Bedingungen des Projektwettbewerbs für den Neubau der Hochschule Luzern – Musik. Bis Ende Jahr soll feststehen, welches der Generalplanerteams den Zuschlag erhält. Klappt alles wunschgemäss, wird das neue Gebäude bis 2018 für 70 Millionen Franken auf der momentan noch unbebauten Wiese neben dem Kulturzentrum Südpol zu stehen kommen.

Der renommierte Berufsverband SIA moniert, dass die Bauherrschaft, die Luzerner Pensionskasse, die Honorare für die Planer bereits vorgängig in Eigenregie festgelegt habe, was unüblich sei. Zudem würden die Bauingenieure gegenüber den Architekten aus nicht ersichtlichen Gründen lohnmässig benachteiligt. Auch habe man die Planungskomplexität als «leicht» festgelegt, obgleich noch gar nicht erwiesen sei, ob dies tatsächlich so zutreffe.

Die Kritik des SIA am Wettbewerbsverfahren hat auch den Weg in die Politik gefunden: So wurde von FDP und CVP eine Interpellation eingereicht. In dieser geht es um die Positionierung der Stadt zum Thema. Dies weil Friederike Pfromm, Leiterin Immobilien bei der Stadt, Einsitz im Preisgericht hat. Die Interpellanten wollen unter anderem in Erfahrung bringen, ob die Stadt einen Rückzug der eigenen Vertretung aus dem Jury-Gremium in Betracht gezogen habe.

Dave Schläpfer

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