Mutige Nachbarinnen retten Rentner

Dank dem Einsatz zweier Frauen konnte am Freitagabend in St. Erhard ein Rentner aus seinem brennenden Haus gerettet werden.

Thomas Heer
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Das Einfamilienhaus in St. Erhard wurde beim Brand stark beschädigt. (Bild Thomas Heer)

Das Einfamilienhaus in St. Erhard wurde beim Brand stark beschädigt. (Bild Thomas Heer)

Am Freitag ist gegen 20.40 Uhr im luzernischen St. Erhard ein Einfamilienhaus durch einen Brand stark beschädigt worden. Möglicherweise war die Ursache ein Christbaum. Die Hausbewohnerin konnte bei den Nachbarn Alarm schlagen, ihrem Mann, einem 80-jährigen Rentner, gelang es aber nicht, das Haus zu verlassen. Unverzüglich drangen die 69-jährige Nachbarin und ihre Tochter ins brennende Haus ein und bargen den hilflosen Mann, der im oberen Stockwerk auf dem Boden lag. Mit ihrem mutigen und uneigennützigen Handeln haben sie dem Mann höchstwahrscheinlich das Leben gerettet, da er sich aus seiner misslichen Lage nicht selbst hätte befreien können. Die Frau sagt gegenüber der «Zentralschweiz am Sonntag»: «Wir traten ins Haus ein, sahen aber praktisch nichts. Wir hörten aber die Stimme unseres Nachbarn. Er konnte uns hören.» Der Mann wurde mit schweren Verbrennungen an den Armen und einer Rauchvergiftung in ein Spital nach Zürich überführt. Sein Gesundheitszustand ist kritisch.

Der Luzerner Feuerwehrinspektor Vinzenz Graf lobt die Retterinnen: «Die beiden Frauen haben sehr mutig gehandelt. Aufgrund meiner Abklärungen haben sie aber auch dafür gesorgt, dass ihre eigene Sicherheit gewährleistet blieb.» Die Frauen hatten sich vor der Rettungsaktion nasse Tücher besorgt und sich diese vor die Atemwege gehalten. Damit haben sie eine Rauchvergiftung verhindern können.