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Mutmasslicher Messerstecher von Buchrain blitzt vor Bundesgericht ab

Ein 22-Jähriger soll im Sommer 2016 in Buchrain drei Menschen mit einem Messer schwer verletzt haben. Nach einer psychiatrischen Behandlung musste der Mann zurück in die U-Haft - was ihm gar nicht passte. Doch gemäss dem Bundesgericht hat alles seine Richtigkeit.
Robert Knobel

Der Fall sorgte schweizweit für Aufsehen: Im August 2016 kam es an der DayDance-Party in Buchrain zu einem Streit. In der Folge ging ein 22-jähriger Mann mit dem Messer auf Partybesucher los. Drei Personen wurden teils lebensgefährlich verletzt. Offenbar stand der mutmassliche Täter unter Drogen. Ihm gelang zunächst die Flucht, er stellte sich aber später der Polizei. Diese nahm ihn fest und wies ihn in eine psychiatrische Klinik im Kanton Aargau ein. Ein Gesuch um Entlassung wurde zunächst abgewiesen.

Im Frühling 2018 wurde er zwar aus der Klinik entlassen - allerdings direkt zurück in die Untersuchungshaft eingewiesen. Ein Gutachten kam nämlich zum Schluss, dass der Mann in Freiheit ein Sicherheitsrisiko wäre. Die Wahrscheinlichkeit, dass er wieder übermässig Drogen konsumiert und andere Menschen gefährdet, sei gross. Dies umso mehr, als er sich seiner Probleme nicht bewusst und uneinsichtig sei.

Vorwurf: Versuchte Tötung

Doch der Mann war mit der U-Haft nicht einverstanden. Er reichte beim Kantonsgericht Luzern Beschwerde ein. Der lange Freiheitsentzug in der Klinik und nun in der Haft sei unverhältnismässig, so die Begründung. Doch die Beschwerde wurde abgewiesen. Dies tat nun auch das Bundesgericht in Lausanne. Die Richter argumentierten mit der ausgewiesenen Gefährlichkeit des Mannes, die eine Haft rechtfertige. Die Richter weisen zwar darauf hin, dass eine U-Haft nicht länger dauern dürfe als die zu erwartende Freiheitsstrafe. Doch auch in diesem Fall scheint die Sache klar: Wird der Mann tatsächlich der mehrfachen versuchten Tötung schuldig gesprochen, erwartet ihn eine lange Freiheitsstrafe.

Die Untersuchungen der Luzerner Staatsanwaltschaft wurden Ende April beendet. Demnach ist mit einer baldigen Anklage zu rechnen.

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