MUTTERTAG: «Bränteli Franz» versuchts noch einmal

Er wurde per Online-Voting der Zeitschrift «Kochen» zum schlechtesten Koch der Schweiz 2008 gewählt: «Bränteli Franz» alias Franz Gassmann-Wyss, Religionslehrer aus Zell im Kanton Luzern. Nun kocht er Feines zum Muttertag.

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«Bränteli Franz» posiert mit seiner Siegestrophäe neben Annemarie Wildeisen. (Bild pd)

«Bränteli Franz» posiert mit seiner Siegestrophäe neben Annemarie Wildeisen. (Bild pd)

Die bekannte Fernsehköchin Annemarie Wildeisen sorgt dafür, dass Gassmann-Wyss nichts falsch macht – was gar nicht so einfach ist, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Einst hatte er Tiefkühl-Chäschüechli samt Schutz-Folie in den Backofen gesteckt, worauf es kurze Zeit später bestialisch roch und die Küche voller Rauch war. Seit diesem Kochmissgeschick heisst Lehrer Franz Gassmann-Wyss aus Zell bei Luzern «Bränteli-Franz». Im Frühjahr wurde besagtes Missgeschick gar als so gravierend bewertet, dass er aus Hunderten von Zuschriften von den Lesern der Zeitschrift «Kochen» zum schlechtesten Koch der Schweiz gewählt wurde. Zu verdanken hat er den Sieg vor allem seiner Schulklasse. Seine Nomination fürs Finale hatte sich schnell im Schulhaus rumgesprochen – und alle voteten für den Lehrer.

Als Gast in Kochsendung dabei
Nichtsdestotrotz dachte sich auch die bekannte Fernsehköchin Annemarie Wildeisen, die als Jurypräsidentin des Wettbewerbs geamtet hatte. Und lud Franz Gassmann-Wyss als Gastkoch in ihre Kochsendung «Ideenküche» ein. Zusammen haben sie ein Muttertagsmenü gekocht, ein Tomaten-Schweinsfilet mit Kräutern und Rauchlachsrollen zur Vorspeise. «Und der Franz hat seine Sache ganz gut gemacht», meint Wildeisen schmunzelnd.

Ob dem «Bränteli-Franz» trotz professioneller Anleitung gleichwohl das eine oder andere Missgeschick passierte, ist bis am Sonntag, 11. Mai 2008 (Muttertag) in der täglichen Ideenküche von Annemarie Wildeisen unter anderem auf «TeleTell» zu sehen. Die 6-minütigen Kochclips mit Annemarie Wildeisen werden täglich um 16.55 Uhr gezeigt.

Hier die Rezepte zweiter Menüs, die «Bränteli Franz» in der Sendung kochen wird:

Tomaten-Schweinsfilet mit Kräutern

Für 4 Personen
2 grosse Tomaten
2 Schalotten
2 Bund Petersilie
½ Bund Thymian
8 dick geschnittene Schweinsfiletmedaillons
Salz, schwarzer Pfeffer aus der
Mühle
1 Esslöffel Bratbutter
1 Esslöffel Butter
1 dl Noilly Prat oder halb Weisswein/
halb trockener Sherry
2 dl Rahm
etwas Worcestershiresauce
3–4 Esslöffel geriebener Sbrinz
oder Parmesan

1 Die Tomaten kurz in kochendes Wasser tauchen, herausheben, kalt abschrecken, dann häuten. Die beiden Enden abschneiden. Diese wenn nötig entkernen, klein würfeln und beiseite legen. Dann jede Tomate in 4 Scheiben schneiden.
2 Die Schalotten schälen und fein hacken. Die Petersilienblätter fein hacken. Die Thymianblättchen von den Zweigen zupfen.
3 Die Schweinsfiletmedaillons mit der Hand leicht flach drücken. Mit Salz und Pfeffer würzen. In einer Bratpfanne die Bratbutter kräftig erhitzen und die Medaillons darin auf jeder Seite gut ½ Minute sehr heiss anbraten. Herausnehmen und in eine Gratinform setzen.
4 Die Brattemperatur auf mittlere Hitze reduzieren und die Butter schmelzen. Schalotten, Petersilie und Thymian darin andünsten. Die Hälfte der Kräutermischung herausnehmen und beiseitestellen. Zu den restlichen Kräutern in der Pfanne den Noilly Prat geben und etwa zur Hälfte einkochen lassen. Den Rahm dazugiessen, aufkochen und noch 2–3 Minuten einkochen lassen. Dann die beiseite gelegten Tomatenwürfel beifügen und die Sauce mit Worcestershiresauce, Salz und Pfeffer würzen. Vom Feuer nehmen.
5 Die beiseitegestellten Kräuter auf den Schweinsmedaillons verteilen. Mit je 1 Tomatenscheibe decken, dann diese salzen und pfeffern. Alles mit Käse bestreuen. Die Medaillons mit der Sauce umgiessen. Bis hier hin kann das Gericht vorbereitet werden.
6 Die Schweinsfiletmedaillons im auf 220 Grad vorgeheizten Ofen auf der zweituntersten Rille etwa 15 Minuten backen. Heiss servieren.

Für den Kleinhaushalt
2 Personen: Zutaten halbieren.
1 Person: Zutaten vierteln, jedoch für die Sauce ½ dl Noilly Prat verwenden.

Pro Portion 23 g Eiweiss,
36 g Fett, 5 g Kohlenhydrate;
471 kKalorien oder 1972 kJoule

Rauchlachsrollen mit Dillrahm und Kressesalat

Je 75 g sauren Halbrahm und Crème fraîche mit 1 gehäuften Teelöffel Senf, Salz, Pfeffer und 1 Prise Zucker verrühren. 1 Bund Dill hacken und beifügen. 200–250 g dünn geschnittene Rauchlachsscheiben mit je etwas Dillcreme bestreichen und aufrollen. Mit der restlichen Sauce bis zum Servieren kühl stellen. 100 g Kresse waschen und gut abtropfen lassen. 2 Esslöffel weissen Balsamicoessig mit 4 Esslöffel Olivenöl, Salz und Pfeffer verrühren. 2 hart gekochte Eier schälen und hacken.
Zum Servieren die Rauchlachsrollen auf Tellern anrichten und nach Belieben mit etwas Dill garnieren. Den Kressesalat mit der vorbereiteten Sauce mischen, dekorativ neben dem Lachs anrichten und mit den gehackten Eiern bestreuen. Restliche Dillsauce separat dazu servieren.

Pro Portion 23 g Eiweiss,
35 g Fett, 2 g Kohlenhydrate;
417 kKalorien oder 1746 kJoule

scd