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Na so was: Das Luzerner «Trampi-Auto» von 1948 ist aufgetaucht

Ein Archivbild einer Auto-Show am Luzerner Schweizerhofquai von 1948, das in unserer Zeitung erschienen ist, bewegt die Leser. Nun zeigt sich: Das Mini-Rennauto existiert noch – allerdings nicht in der Zentralschweiz.
Hugo Bischof

Unsere Zeitung kann mehr als «nur» über aktuelle Ereignisse berichten. Sie kann auch scheinbar Nebensächliches aus der Vergangenheit aufgreifen, woraus dann plötzlich eine spannende Geschichte entsteht. Vor etwas mehr als einem Jahr, am 28. Februar 2018, zeigten wir in unserer Zeitung dieses Bild von einer Auto-Schönheitskonkurrenz im Juli 1948 am Schweizerhofquai in Luzern:

Bild: Archiv LZ

Bild: Archiv LZ

Darauf zu sehen ist ein Bub, der im Konvoi der blitzblanken Bugattis und Fords stolz mit seinem kleinen Tretauto mitfährt. Wer der Bub war, wussten wir zu diesem Zeitpunkt nicht.

Zwei Tage später meldete sich seine 83-jährige Schwester, die den Buben auf dem Foto erkannt hatte. Er hiess Bruno Burri, war damals 5-jährig und ist inzwischen verstorben (wir berichteten). Der kleine Rennfahrer war also identifiziert.

Der Sammler wird das Rennauto renovieren

Wo sich das schöne Tretauto aus Metall mit echten luftgefüllten Reifen, das Brunos Vater mit viel Können und Liebe gebaut hatte, heute befindet, blieb aber unklar. Nun ist auch dieses Rätsel gelöst. Kürzlich meldete sich ein Sammler aus der Westschweiz bei uns. Er habe das Auto, das er ebenfalls auf unserem Archivbild erkannt hatte, auf einem Online-Marktplatz gekauft – von einem Mechaniker aus der Region Zürich, der es seinerseits vor über 20 Jahren auf einem Oldtimer-Markt in Fribourg erworben hatte.

Brunos «Trampi-Auto» – so nannte der Bub es damals in einem Aufsatz selber – hat also eine richtige Odyssee hinter sich hat. Wo es als nächstes hinkommt (oder hinfährt), steht noch nicht fest. Brunos Nachkommen möchten es am liebsten nach Hause nach Luzern holen und es «wieder richtig schön herrichten». Auf den Fotos, die der Sammler den Burris zusandte, sieht es in der Tat etwas mitgenommen aus:

Bild: PD

Bild: PD

Der neue Besitzer wird es in liebevoller Weise renovieren, damit es in neuem Glanz erstrahlt. Bruno’s Nachkommen freuen sich über diese Renovation. Und dann? Wer weiss, vielleicht steht der schmucke Vierräder, der weit mehr als eine schlichte Seifenkiste ist, als Zeuge einer früheren Epoche dereinst im Verkehrshaus. Das wäre, falls es so weit kommt, ein weiteres Kapitel einer etwas ungewöhnlichen Zeitungsgeschichte.

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