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Nach 1980 Kilometern das Ziel erreicht: Sie fuhren mit dem Traktor an die WM

Aus einer Bieridee wurde eine gemütliche Fahrt quer durch Europa: Werner Zimmermann aus Vitznau ist mit zwei Kollegen nach Kaliningrad an die WM gefahren – mit einem alten Traktor. Am Freitagabend werden die weit gereisten Freunde die Schweizer Nati im Spiel gegen Serbien anfeuern.
Josef Wyer, Beat Studer und Werner Zimmermann (von links) vor dem Stadion in Kaliningrad. (Bild: Laurent Gilliéron/Keystone (Kaliningrad, 21. Juni 2018))

Josef Wyer, Beat Studer und Werner Zimmermann (von links) vor dem Stadion in Kaliningrad. (Bild: Laurent Gilliéron/Keystone (Kaliningrad, 21. Juni 2018))

«Ganz verreckt, ich weiss nicht, was ich erzählen soll. Es ist so viel passiert.» Werner Zimmermanns Stimme überschlägt sich am Telefon. Der Mann aus Vitznau ist mit seinen Kollegen Beat Studer aus Immensee und Josef Wyer aus Küssnacht am Rigi am Donnerstag in Kaliningrad angekommen.

Die drei Männer sind mit dem Oldtimer «Gritli», einem Bührer-Traktor am 9. Juni losgefahren (Ausgabe vom 28. Mai). Von der Rigi, der Königin der Berge, führte die Reise nach Kaliningrad «Königsberg», wo die drei heute Abend die Schweiz gegen Serbien anfeuern. Genauso wichtig ist ihnen die Unterstützung der Stiftung «Freude herrscht» von Adolf Ogi, welche Projekte und Organisationen des Kinder- und Jugendsports unterstützt.

Die Reise mit dem Traktor ist eine Bieridee. Zimmermann und Studer verfolgten das Barrage-Spiel Schweiz gegen Nordirland, das den Schweizern das WM-Ticket sicherte, am TV. «Danach stiessen wir auf den Sieg an. Beat sagte, dass wir unbedingt nach Russland reisen müssten, um die Nati anzufeuern. Ich stimmte unter der Bedingung zu, dass wir mit einem seiner Traktoren fahren», schildert Zimmermann die Idee der Tour.

Die Strecke von 1800 Kilometern haben sie verlängert, sodass sie 1980 Kilometer zurücklegten. «Wir haben einen Umweg gemacht, weil wir noch etwas erleben wollten. Eine Reise mit einem langsamen Fahrzeug ist zu empfehlen», schwärmt Zimmermann. An der polnischen Grenze zu Russland hätten zehn TV-Teams auf sie gewartet. Zwischenfälle gab es keine, abgesehen davon, dass sie einen halben Liter Öl nachfüllen mussten und ab und zu von der Polizei für ein Selfie angehalten wurden.

Tickets für das Spiel haben sie inzwischen auch. Die erhielt Zimmermann kurz vor der Abreise per Post. «Ich war etwas nervös und bestellte beim Fussballverband noch drei. Nun haben sie sechs. «Mal schauen, wem wir die restlichen schenken», sagt Zimmermann und meint dann: «Los, jetzt mues i abhänke, es gid grad es Bier.»

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