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Nach 26 Jahren eine neue Uniform

Die Feldmusik Weggis hat ihre in die Jahre gekommenen Uniformen ersetzt. Am Sonntag wurden diese feierlich eingeweiht. Die weiblichen Mitglieder haben nun zwei Varianten zur Auswahl.
Monika van de Giessen
Musikanten der Feldmusik Weggis beim Konzert in der katholischen Pfarrkirche in Weggis. (Bild: Roger Grütter, 27. Mai 2018)

Musikanten der Feldmusik Weggis beim Konzert in der katholischen Pfarrkirche in Weggis. (Bild: Roger Grütter, 27. Mai 2018)

Wird sie rot, grün, schwarz oder blau? Und wird sie den Leuten gefallen? Gestern liess die Feldmusik Weggis die Katze aus dem Sack und präsentierte erstmals ihr neues Gewand: Die Uniform mit schwarzer Hose oder schwarzem Jupe, schwarzem Kittel, weissem Hemd oder Bluse, roter Krawatte oder rotem Foulard und einem rotem Poschettli (Einstecktuch) kam bei den Musikanten und der Bevölkerung gleichermassen gut an. Positiv aufgefallen, – und eher aussergewöhnlich bei einer Blasmusik – ist, dass die weiblichen Mitglieder Jupes und schwarze Strümpfe tragen. Es steht ihnen indes frei, ob sie in Jupes oder in Hose auftreten.

Es ist die fünfte Uniform in der über 120-jährigen Geschichte der Feldmusik Weggis. «Einen guten Eindruck macht ihr, richtig chic», stellte Thomas Widmer, Pfarrer der reformierten Teilkirchgemeinde Rigi Südseite, fest. Dem Weggiser Förster, Josef Waldis, gefällt die neue Uniform besser als die alte. «Sie ist modern und liegt im Trend».

Die Feldmusik Weggis (Bild: Roger Grütter, 27. Mai 2018)

Die Feldmusik Weggis (Bild: Roger Grütter, 27. Mai 2018)

Fast 2000 Franken pro Uniform

Die elegante, massgeschneiderte Uniform stammt aus dem Atelier Büttiker aus dem luzernischen Pfaffnau. Die Feldmusik zählt 41 Mitglieder und hat sich bewusst für ein Schweizer Produkt entschieden. Erika Wettstein, Präsidentin der Feldmusik Weggis, verriet, dass sich die Uniformkosten auf 1800 bis 2000 Franken pro Mitglied belaufen. «Ohne Sponsoren und Gönner wäre ein solches Projekt nicht zu stemmen.» Es sei schön zu spüren, dass die Feldmusik im Dorf einen derart grossen Rückhalt habe.

Der ökumenische Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche, der von Pastoralraumleiter Michael Brauchart sowie Thomas Widmer gestaltet wurde, stand ganz im Zeichen der Uniform, dem Zusammenhalt und der Musik. «Obwohl ihr gemeinsam eine Uniform trägt, bleibt jeder Einzelne ein Individuum. Zusammenspiel und Harmonie gehören dazu», sagte Widmer. Es lohne sich, etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen. Was hätte passender zur Predigt gepasst, als die Komposition «Begegnung» von Kurt Gäble, einem Stück für Blasmusik mit Solo für Alphörner. Es war der musikalische Höhepunkt des Festgottesdienstes. Die drei Solisten auf dem Alphorn, Lukas Hofmann, Simon Dubacher und Martin Stöckli, erzeugten bei den Besuchern Gänsehaut pur. Das Stück verlangte den Musikern eine hohe Konzentration ab, ebenso dem Dirigenten Erich Zumstein. Dieser konnte sich auch bei schwierigen Passagen auf seine Truppe verlassen – und sie auf ihn: Seine Einsätze kamen präzis, schwungvoll und locker.

Während eines ökomenischen Gottesdienstes wurde die neue Uniform der Feldmusik Weggis gesegnet. (Bild: Roger Grütter, 27. Mai 2018)

Während eines ökomenischen Gottesdienstes wurde die neue Uniform der Feldmusik Weggis gesegnet. (Bild: Roger Grütter, 27. Mai 2018)

Uniform «verkörpert Gemeinschaft nach aussen»

Zu den 41 Mitgliedern der Feldmusik gehört Sabrina Portmann (21). Sie ist seit acht Jahren bei der Feldmusik, spielt Eufonium – und war auch im Organisationskomitee für die Neuuniformierung. Ihr gefällt an der neuen Uniform, dass sie massgeschneidert ist. «Sie sitzt», freut sie sich und betont, dass sie stolz auf die Uniform sei und sie auch gerne trage. «Sie verkörpert Gemeinschaft nach aussen».

Zwei Musikanten der Feldmusikg Weggis. (Bild: Roger Grütter, 27. Mai 2018)

Zwei Musikanten der Feldmusikg Weggis. (Bild: Roger Grütter, 27. Mai 2018)

Ein paar Jährchen länger dabei ist Daniel Lottenbach (60): Bereits seit 45 Jahren steht er in den Reihen der Feldmusik Weggis. Wie seine jüngere Kollegin spielt er Eufonium. Wer den Weggiser kennt, der weiss, dass ihm vor allem der böhmische Musikstil (Egerländer) sehr am Herzen liegt. Als Präsident der Rigispatzen Küssnacht, einer der besten Blaskapellen der Schweiz, kann er seinen bevorzugten Musikstil so richtig «ausleben». Nach dem Festgottesdienst gab es im Pavillon am See schliesslich noch einen Gratis-Apéro und Unterhaltung für die ganze Bevölkerung.

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