Nach Ansturm in Flühli und Sörenberg: Die Gemeinde reagiert mit einem Campingverbot

Da der Schutz der Moore unter den vielen wilden Campern und Ausflüglern litt, hat der Gemeinderat mehrere Verbote aufgestellt. Die Polizei werde Präsenz markieren.

Roseline Troxler
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Über die Auffahrtstage strömten diverse Ausflügler und Camper nach Flühli und Sörenberg. Doch unkontrolliertes Parkieren und wildes Campieren sorgten für Konflikte, wie die Gemeinde Flühli mitteilt.

Aus diesem Grund hat sie nun Sofortmassnahmen eingeleitet. An der Salwidelistrasse und beim Parkplatz «alter Turnplatz» in Flühli wurde ein Campingverbot aufgestellt, an der Kragenstrasse ein «Fahrverbot mit Zubringerdienst gestattet».

Campingverbot in Sörenberg

Zelten ist in Landschaftsschutzzone nicht zulässig

Gemeindepräsidentin Sabine Wermelinger erklärt:

«Vor allem für die Anwohner der Kragenstrasse war die Situation unangenehm.»

Das Zelten und Campieren ist laut der Gemeindepräsidentin in der Landschaftsschutzzone Moorlandschaften nicht zulässig. Diese Zone erstrecke sich praktisch über das ganze Gemeindegebiet ausserhalb der Bauzone. Wer die Vorschriften verletze, kann mit Bussen bis zu 20'000 Franken, in leichten Fällen bis zu 5'000 Franken bestraft werden, sagt Wermelinger.

Polizei hat Camper bisher erst auf Verbot hingewiesen

Der Gemeinderat stand in den letzten Tagen auch in Kontakt mit der Luzerner Polizei. Diese habe bisher keine Bussen ausgesprochen, sondern die Camper auf das Verbot hingewiesen. Sie werde auch künftig Präsenz markieren. Wie viele Personen in Flühli wild campierten, kann Sabine Wermelinger nicht sagen. Die Gemeindepräsidentin erklärt:

«Auf einem Gemeindegebiet von 108 Quadratkilometern ist es nicht einfach, den Überblick über alle Besucher zu behalten.»

Sie habe aber festgestellt, dass die Camper von diversen Kantonen wie Bern, Aargau und Zürich stammten. Dass so viele Personen wild auf dem Gemeindegebiet von Flühli zelten oder campieren, führt Sabine Wermelinger auf die Corona-Krise und die aus diesem Grund bestehenden Reisebeschränkungen zurück.