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Nach Brandstiftung: Die Pfadi Inwil hat ein neues Zuhause

Das Pfadiheim der Pfadi Eibu fiel vor eineinhalb Jahren Brandstiftern zum Opfer. Am Wochenende können die Pfader endlich ihr neues Heim einweihen – auch dank der Unterstützung ehemaliger Mitglieder.
Martina Odermatt
Das neue Pfadiheim in Inwil erstrahlt in neuem Glanz. Rondo (von links), Balu, Bifix, Stella und Minnio bereiten alles für die Einweihung vor. (Bild: Corinne Glanzmann, Inwil, 30. August 2018)

Das neue Pfadiheim in Inwil erstrahlt in neuem Glanz. Rondo (von links), Balu, Bifix, Stella und Minnio bereiten alles für die Einweihung vor. (Bild: Corinne Glanzmann, Inwil, 30. August 2018)

Der 18. März 2017 ging als ein schwarzer Tag in die Geschichte der Pfadi Eibu ein. Ihr Pfadiheim, ein Raub der Flammen. Angezündet von zwei Jugendlichen, die ihre Tat später der Polizei gestehen sollten. 120 Pfadimitglieder, vom einen Tag auf den anderen obdachlos.

Das ist anderthalb Jahre und etliche Planungs- und Fronarbeitsstunden her: Dieses Wochenende nämlich lädt die Pfadi Eibu zur Einweihung der neuen Räumlichkeiten. «Endlich können wir das neue Zuhause der Pfadi Inwil der Öffentlichkeit präsentieren», sagt Philipp Kreienbühl. Er ist Präsident des Vereins Neubau Pfadiheim Eibu.

Bereits früh nach dem Brand wurde der Verein gegründet. «Da sich einige aktive und ehemalige Pfader nach dem Brand gemeldet haben, lief das Projekt sehr früh an», sagt Kreienbühl. Schon eine Woche nach dem Ereignis habe man die erste Sitzung abgehalten, Gegenstände für den Pfadibetrieb ersetzt und kurz darauf auch ein Bau- und Sponsoringkonzept entwickelt. «Die Pfadi Eibu wollte wieder ein Zuhause für Bastelstunden oder einen Spaghetti-Plausch haben.»

«Es hätte nicht besser laufen können»

Die Betroffenheit im Dorf war enorm. «Ohne die vielen helfenden Hände, die gesprochenen Unterstützungsgelder sowie die unkomplizierte Zusammenarbeit zwischen Behörden und Pfadiabteilung und des Planungsteams wäre dies nicht möglich gewesen», sagt Kreienbühl. Die Einwohnergemeinde Inwil und die Kirchgemeinde unterstützten das Projekt denn auch je mit einem Betrag von 50 000 Franken. Weitere 50 000 Franken wurden von einem Versicherer gespendet. Sammelaktionen und Veranstaltungen mit der Pfadi spülten ebenso Geld in die Neubau-Kasse. «Dank dem motivierten Kernteam und dem Wohlwollen, das uns entgegengebracht wurde, lief das Projekt sehr gut. Es war ein ehrgeiziges Ziel, mit dem Bau nach dem Sommerlager 2018 fertig zu sein. Doch wir haben dieses Ziel erreicht und auch das Budget eingehalten. Es hätte nicht besser laufen können.» Und doch gab es auch beim Präsidenten des Vereins hie und da mal Zweifel. «Die Zeit kurz vor Abschluss der Planung, und bis es endlich mit dem Bau losging, war für mich die härteste Zeit.» Er habe sich oft überlegt, ob man an alles gedacht habe und ob das Resultat auch so ausfalle wie geplant. Das Gesamtbudget für den Neubau betrug 390 000 Franken.

2100 Stunden Fronarbeit

Der Brand – so traurig man zu Beginn auch gewesen sei – habe aber auch seine positiven Seiten. «Es hat die Pfadi zusammengeschweisst», sagt Kreienbühl. «Am meisten hat mich gefreut, mit wie viel Elan und Engagement die Helfer und Vereinsmitglieder an der Planung und am Bau gearbeitet haben.» Alleine am Bau selbst wurden rund 2100 Stunden Fronarbeit geleistet. Hinzu kommt die Arbeit in der Planungsphase, die «sehr viele Stunden von verschiedenen Personen» in Anspruch genommen habe. Dokumentiert habe man diese Zeit aber nicht. «Besonders dankbar waren wir über die Unterstützung, die wir aus dem Dorf, der ganzen Region und insbesondere aus unserem Altpfaderverein erhielten. Einmal mehr zeigte sich: einmal Pfader, immer Pfader!»

Und doch, ein kleiner Wermutstropfen bleibt: «Mit dem Brand sind natürlich auch viele Erinnerungen verloren gegangen. Nun freuen wir uns aber, im neuen Pfadiheim wieder neue Erinnerungen zu schaffen.»

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