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Nach dem Schnee kommt die Sonne: Am Mittwoch herrscht bestes Skiwetter

Bis zu 160 Zentimeter Neuschnee sind seit Freitagabend in der Zentralschweiz gefallen. In den Bergen liegt der Pulverschnee meterhoch – und nun spielt auch das Wetter mit.
Christian Glaus
Gezeichnet von Schnee und Wind: Das Gipfelkreuz auf dem Fronalpstock im Kanton Schwyz. Inzwischen dürfte die Schneedecke allerdings deutlich höher sein. Die Aufnahme entstand am Freitag, 11. Januar – noch vor den grossen Niederschlägen. (Leserbild: Markus Brülhard)

Gezeichnet von Schnee und Wind: Das Gipfelkreuz auf dem Fronalpstock im Kanton Schwyz. Inzwischen dürfte die Schneedecke allerdings deutlich höher sein. Die Aufnahme entstand am Freitag, 11. Januar – noch vor den grossen Niederschlägen. (Leserbild: Markus Brülhard)

«Seit Freitagabend ist in den Alpen aussergewöhnlich viel Schnee gefallen.» Dies sagt Daniel Murer, Meteorologe bei Meteoschweiz, auf Anfrage unserer Zeitung. Von Rekordschnee will er allerdings nicht reden. «Die Situation ist auch nicht mit dem Lawinenwinter 1999 vergleichbar.»

In Zahlen: Entlang des nördlichen Alpenhauptkamms sind oberhalb von 1500 Meter 80 bis 120 Zentimeter Neuschnee gefallen.« Lokal waren es sogar bis 160 Zentimeter», sagt Murer. Entsprechend dick ist die Schneedecke: Auf dem Titlisboden (2100 m ü.M.) liegen insgesamt über drei Meter Schnee, in der Gotthard-Region sind es auf etwa gleicher Höhe zwei bis 2,50 Meter. Andermatt versinkt mit über 1,30 Meter im Schnee und auch in Engelberg liegt mit 55 Zentimeter eine schöne Schneedecke.

Wie in Watte gehüllt: Die Gummenalp, fotografiert nach den ersten Niederschlägen, als sich zumindest vorübergehend die Sonne zeigte. (Leserbild: Regula Aeppli)

Wie in Watte gehüllt: Die Gummenalp, fotografiert nach den ersten Niederschlägen, als sich zumindest vorübergehend die Sonne zeigte. (Leserbild: Regula Aeppli)

Allerdings geht von der weissen Pracht derzeit eine ernstzunehmende Gefahr aus. Die Lawinengefahr ist im gesamten Alpengebiet gross. Die Schneedecke sei instabil, schreibt das Institut für Schnee- und Lawinenforschung in seinem aktuellen Bulletin: «An steilen Grashängen sind unterhalb von rund 2000 m teils grosse Gleitschneelawinen zu erwarten.» Nach dem Ende der Schneefälle nehme nun aber die spontane Lawinenaktivität deutlich ab.

Was Schneefans und Bergbahnbetreiber besonders freuen dürfte: Nach den enormen Niederschlägen beruhigt sich das Wetter. Bereits heute wird es zunehmend sonniger, gemäss Daniel Murer herrschen am Mittwoch in den Bergen für diese Woche «unter Berücksichtigung der Lawinengefahr» die besten Bedingungen für Skifahrer und Snowboarder. «Selbst auf 2000 Meter liegen die Temperaturen über Null Grad.» Danach kommt die nächste Störung, die wiederum etwas Schnee bringt – «die Mengen sind aber Vergleich zum vergangenen Ereignis vernachlässigbar». Am Samstag dürften Skifahrer erneut in den Genuss von ein paar Sonnenstrahlen kommen, am Sonntag ziehen voraussichtlich mehr Wolken über die Schweiz. «Wer auf die Pisten geht, sollte sich warm einpacken», mahnt Murer. «Schon ab Freitag wird es wieder empfindlich kalt.»

Am Freitag ganz in weiss, inzwischen wieder schneefrei: Blick auf die Stadt Zug. (Leserbild: Daniel Hegglin, 11. Januar 2019)

Am Freitag ganz in weiss, inzwischen wieder schneefrei: Blick auf die Stadt Zug. (Leserbild: Daniel Hegglin, 11. Januar 2019)

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