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Nach Drohungen: Luzerner CVP-Präsident löscht Twitter-Account

Christian Ineichen, Präsident der kantonalen CVP, hat vergangene Woche mit einem provokativen Tweet für viel Aufregung gesorgt. Daraufhin wurde er Opfer eines Shitstorms. Nun hat der Entlebucher seine Konsequenzen gezogen.
Jonas von Flüe
Christian Ineichen ist seit einem Jahr Präsident der CVP des Kantons Luzern. Bild: Corinne Glanzmann (Hildisrieden, 27. April 2017)

Christian Ineichen ist seit einem Jahr Präsident der CVP des Kantons Luzern. Bild: Corinne Glanzmann (Hildisrieden, 27. April 2017)

Christian Ineichen (40) hat sich vergangene Woche weit aus dem Fenster gelehnt. Der Präsident der CVP des Kantons Luzern lieferte sich auf Twitter einen offenen Schlagabtausch mit diversen Politikern und Privatpersonen. In der Diskussion um das neue Adoptionsrecht und die gleichgeschlechtliche Ehe gab er ein sehr konservatives Bild ab:

Von den Reaktionen auf seinen Tweet «Mann+Frau: Geht. Frau+Frau: Geht irgendwie. Mann+Mann: Geht nicht.» wurde er überrascht. «Die Kommentare waren zum Teil unter der Gürtellinie. Ich habe anonyme Drohungen erhalten. Man hat mich bewusst missverstanden», sagt Ineichen.

Bereits letzte Woche erklärte er, dass er mit diesem Tweet sagen wollte, dass sich Frauen eine Schwangerschaft organisieren könnten, die Zeugung eines Kindes zwischen Mann und Mann aber halt nicht möglich sei: «Ich bin der Ansicht, dass man sich in der Familienpolitik an den Spielregeln der Biologie orientieren soll.»

«Ich würde sauberer deklarieren»

Nun hat der Entlebucher seine Konsequenzen gezogen und seinen Twitter-Account gelöscht. «Die Wahrscheinlichkeit, dass man auf Twitter falsch verstanden wird, ist einfach zu gross. Ich wollte nach meinem Tweet nicht noch mehr Öl ins Feuer giessen», begründet Ineichen die Löschung, «ausserdem war ich sowieso nicht sehr aktiv».

Würde er den Tweet heute noch mal gleich absetzen? «Ich würde sauberer deklarieren, auf was sich die Aussage bezogen hat. In dem knappen Platz auf Twitter ist das allerdings schwierig.»

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