Nach Einsatz einer PUK schraubt der Krienser Stadtrat bei den Mehrkosten

Weil mehrere Grossprojekte deutlich mehr kosteten als angenommen, musste die Exekutive über die Bücher: Bei der Zentrumsüberbauung hat sie nun Sparpotenzial erkannt.

Robert Knobel
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Das Stadthaus.

Das Stadthaus.

(Bild: Manuela Jans-Koch, Kriens 4. Oktober 2019)

Die Stadt Kriens hat in den vergangenen Jahren kräftig investiert: Für die Zentrumsüberbauungen – unter anderem das Stadthaus – sowie das neue Kleinfeld-Stadion wurden insgesamt 66,5 Millionen Franken budgetiert. Doch die Grossprojekte wurden deutlich teurer als angenommen: Wegen zusätzlicher Ausbauwünsche bei den Zentrumsbauten sowie einer Altlastensanierung im Fussballstadion erhöhten sich die Kosten zunächst um 5,4 Millionen Franken.

Und im Jahr 2019 musste der Stadtrat einräumen, dass alles nochmals um zwei Millionen Franken teurer würde. Das war definitiv zuviel für den Einwohnerrat: Im Herbst 2019 wies er nicht nur diesen Nachtragskredit zurück, sondern setzte gleichzeitig eine Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) ein, welche die Kostenüberschreitungen untersuchen soll (wir berichteten).

Handy-Empfang im Stadthaus kommt später

Inzwischen hat der Krienser Stadtrat den Ball des Parlaments aufgenommen und nach nachträglichen Sparmöglichkeiten Ausschau gehalten. So hat er beschlossen, die Sanierung des alten Gemeindehauses an der Schachenstrasse und die Verbesserung des Mobilfunkempfangs im neuen Stadthaus aus dem Kredit zu streichen. Dadurch können die Gesamtkosten des Zentrumsprojekts wenigstens um 0,6 Millionen Franken gesenkt werden.

Allerdings bedeutet dies nicht, dass auf diese beiden Projekte endgültig verzichtet wird: Sie sollen einfach nicht mehr Teil des Gesamtprojekts sein, sondern über die regulären Jahresbudgets 2020 und 2021 finanziert werden, wie der Stadtrat in einer Medienmitteilung schreibt

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