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Nach Einsprachen: Mall of Switzerland will Public Viewing drinnen durchführen

Gegen den geplanten Sommer-Event der Mall of Switzerland in Ebikon reichten mehrere Anwohner Beschwerde ein. An einem runden Tisch konnten die Streitparteien nun einen Kompromiss finden. Von diesem sind allerdings nicht alle gleich begeistert.
Larissa Haas
Im Innern der «Mall» soll im Sommer ein Public Viewing samt Torschiessen stattfinden. (Bild: Dominik Wunderli (8.11.2017))

Im Innern der «Mall» soll im Sommer ein Public Viewing samt Torschiessen stattfinden.
(Bild: Dominik Wunderli (8.11.2017))

Die Mall of Switzerland hatte für die Sommermonate Grosses vor: Sie wollte vom 14. Juni bis Ende August die Veranstalterin eines lauschigen Sommerfestes werden, mit Sandstrand und Beachvolleyfelder, Liegestühlen, Sommerbar sowie einem Public Viewing für die Fussball-Weltmeisterschaft und Konzerten. Doch das Baugesuch, das das Einkaufscenter für ihren geplanten Sommer-Event eingegeben hatte, kam nicht bei allen gut an: Insgesamt 15 Einsprachen aus den Gemeinden Buchrain, Dierikon und Ebikon mit 90 Unterschriften wurden dagegen eingereicht.

In den Einsprachen wurde deutlich, was die Gegner des Sommer-Events besonders störte: Der Lärm. Diese Befürchtungen hat der Gemeindeverband Luzern Plus aufhorchen lassen. Unter der Leitung von Pius Portmann, Gebietsmanager von Luzern Ost, wurden die insgesamt 25 Einsprechenden kurzfristig zum runden Tisch eingeladen. Das Ziel: Eine Lösung für Anwohner, die Mall of Switzerland und die Bevölkerung zu finden, die allen passt.

Mall of Switzerland «hat den Bogen überspannt»

Eine Lösung wurde dank der Gespräche gefunden. In dieser muss nun vor allem die Mall Kompromisse eingehen. Werner Schaeppi, Kommunikationsverantwortlicher der Mall of Switzerland, zeigt sich enttäuscht, dass die ursprünglichen Pläne nicht besser angekommen sind: «Wir sahen uns gezwungen, das Baugesuch zurückzuziehen und unser bestehendes Konzept zu überdenken.» Statt ein Beachvolleyfeld gibt es nun einen Wellenautomat. Das Public Viewing findet zwar statt, aber nicht wie geplant im Freien, sondern im Innern des Einkaufszentrums. Ebenso findet das vorgesehene Torwandschiessen statt.

Kompromissbereiter zeigten sich die Anwohner bei der Gestaltung der Umgebung: So kann im Sommer nun ein Strand mit Holzsteg und Sommerbar gebaut werden. Zudem sollen insgesamt sechs Konzerte mit lokalen Künstlern veranstaltet werden – ohne Verstärkung, um Lärm zu vermeiden. «Die redimensionierte Lösung ist für uns und viele Besucher nicht gleich attraktiv wie vorher», sagt Schaeppi. Dieser ernüchternden Bilanz zum Trotz - Schaeppi und Center-Leiter Jan Wengeler können auch Positives von den Aussprachen abgewinnen: «Wir haben gesehen, dass wir mit unseren Plänen den Bogen überspannt haben. Künftig werden wir die Nachbarn vermehrt in unsere Pläne einbeziehen.» Eine Hotline während des Sommer-Events ist bereits ein erster Schritt in diese Richtung. Die Nachbarschaft hat so die Möglichkeit, Anliegen während des Sommerfestes direkt zu äussern.

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