Nach Gasunfall: Kritik am Veranstalter

Hätte das Unglück am Blue Balls verhindert werden können? Ja, sagen zwei Experten – und nehmen den Veranstalter in die Pflicht.

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Der Essensstand in Flammen. (Leserbild André Rochat)

Der Essensstand in Flammen. (Leserbild André Rochat)

Nach dem Gasbrand vom Sonntagabend an einem Verpflegungsstand des Blue Balls, der fünf Verletzte gefordert hat, wird Kritik am Veranstalter laut. «Es wäre wichtig, dass es an einem solchen Anlass einheitliche Richtlinien gäbe. Beim Blue Balls sorgt aber jeder Standbetreiber selber für seine Energieversorgung», sagt Sonja Greber, Geschäftsführerin des Krienser Unternehmens Greber Circomedia AG, das Flüssiggasflaschen vertreibt.

Die Gasflaschen vom Sonntag waren ein Produkt des Flüssiggasanbieters Vitogaz, wie Vitogaz-Sprecher Patrick Kocher bestätigt: «Ich habe die Brandbilder gesehen – es sind unsere Kunststoffflaschen.» Er pflichtet Greber bei: «Am Blue Balls ist jeder Standbetreiber selber zuständig für die Gasversorgung. Es kann sein, dass die Veranstalter nicht an diesen Sicherheitsaspekt gedacht haben.»

Blue-Balls-Veranstalter wortkarg

Weshalb ist die Gasversorgung an einem Grossanlass wie dem Blue Balls, der Tausende von Besuchern anzieht, nicht vereinheitlicht? Blue-Balls-Direktor Urs Leierer gibt sich wortkarg, antwortet lediglich schriftlich auf diese Frage mit: «Die Standplätze werden vermietet. Wir sind nicht für den Betrieb der Stände verantwortlich, sondern die Standbetreiber.»

Aleksandra Mladenovic

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Die Feuerwehr löscht die Brandherde. (Bild: Daniel Schriber / Neue LZ)
Der Essensstand wurde total zerstört. (Bild: Leser Claus Feederle)
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