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Kommentar

Nach Graber-Abschied: CVP ist stark gefordert

Der Luzerner Konrad Graber verabschiedet sich nach fast 40 Jahren vom politischen Parkett. Der CVP-Politiker tritt für die Ständeratswahlen 2019 nicht mehr an. Das Rennen um die Luzerner Vertretung im Stöckli ist offener als zuvor.
Jérôme Martinu, Chefredaktor

Der Luzerner CVP-Ständerat Konrad Graber läutet die nationalen Wahlen mit einem Knall ein. 2007 gewählt, tritt er bei den eidgenössischen Wahlen im Herbst 2019 nicht mehr an. Der 60-Jährige will sich aus der Politik zurückziehen, Platz machen für eine neue Kraft. Der passionierte OL-Läufer war, wie er sagt, «immer der Auffassung, dass solche Funktionen auch von einem gesunden Wechsel leben». Seine Rücktrittsankündigung ist eine grosse Überraschung. Sie wirbelt das politische Schachspiel durcheinander – national und regional.

Konrad Graber gilt als Schwergewicht, als gut vernetzter, gewiefter Mehrheitsbeschaffer. Wirtschafts- und Sozialpolitik sind sein Kerngebiet. Er fällt kaum je durch Lautstärke auf, arbeitet lieber im Hintergrund. Das ist in Zeiten der zunehmenden Polarisierung ein Qualitätsmerkmal und ist mit ein Grund, weshalb er ein Topkandidat für die Nachfolge von Bundesrätin Leuthard war. Dank ihm waren die Chancen gut, dass die Zentralschweiz seit Kaspar Villigers Rücktritt 2003 erstmals wieder in den Bundesrat einzieht.

Nicht nur beim bundesrätlichen Kandidatenkarussell ist die CVP jetzt stark gefordert. Auch im Kanton Luzern werden die Karten neu gemischt. So ist das Rennen um die Luzerner Ver­tretung im Stöckli offener als zuvor – zumal bereits bekannte Namen kursieren: Erstens gilt eine Kandidatur der SP-Nationalrätin und Konsumentenschützerin Prisca Birrer-Heimo als wahrscheinlich. Zweitens hat CVP-Regierungsrat Guido Graf, der eben erst sein neuerliches Antreten verkündet hat, immer wieder durchblicken lassen, dass ihn der Ständerat reizen würde. Ein solcher Dreikampf mit dem bisherigen FDP-Ständerat Damian Müller verspräche einiges an Spannung.

Konrad Grabers Politik-Karriere in Bildern: Konrad Graber (rechts) während der Delegiertenversammlung der CVP Kanton Luzern in Schenkon im April 1999. Damals amtete er als Präsident. (Bild: Archiv LZ)
Konrad Graber besucht das CVP-Frauenfest in Altishofen im Mai 1999 und stösst mit Marianne Moser (v.l.) , Rösy Blöchliger, Brigitte Mürner, Rosmarie Dormann, Klara Röösli und Ida Glanzmann beim Schloss Altishofen an. (Bild: Archiv LZ)
Konrad Graber übergibt 2001 das Präsidentenamt der CVP Luzern an Ruedi Lustenberger. (Bild: Archiv LZ)
Die VBL stellt im November 2006 ihren ersten Doppelgelenktrolleybus im Fahrzeugdepot in Luzern der Öffentlichkeit vor. Mit dabei sind der damalige VBL-Verwaltungsratspräsident Konrad Graber (v.r.), Paul Wirth von der Hess AG, VBL-Direktor Norbert Schmassmann und VBL-Chef Technik Walter Sennrich.
(Archiv LZ)
Die CVP Luzern nominiert im Mai 2007 ihre Ständeratskandidaten im Kulturzentrum Braui in Hochdorf. Einer der drei Kandidaten ist Konrad Graber-Wyss. (Bild: Archiv LZ)
Konrad Graber ist ein passionierter Orientierungsläufer und posiert daher im entsprechenden Tenue vor seinem Heimatort Grossdietwil im September 2007.
(Bild: Archiv LZ)
Konrad Graber (2.v.r.) nahm gemeinsam mit anderen Kandidaten an der Veranstaltung «KMU-Arena» im September 2007 in Emmen teil. Bei der Arena beantworteten die Ständerats- und Nationalratskandidaten verschiedene Fragen. Die weiteren Kandidaten (v.r.): Pius Zängerle (am Mikrofon), Walter Häcki, Helen Leumann-Würsch, Felix Müri, Albert Vitali, Yvette Estermann, Ruedi Stöckli. (Bild: Philipp Schmidli)
Konrad Graber und Helen Leumann während den National- und Ständeratswahlen im Oktober 2007 in Luzern. Konrad Graber wird als Luzerner Ständerat gewählt. (Bild: Nadia Schärli)
Konrad Graber spricht im Oktober 2007 bei der Delegiertenversammlung der CVP Kanton Luzern in Wolhusen als gewählter Ständerat. (Bild: Archiv LZ)
Konrad Graber fährt im Dezember 2007 im Zug zu seiner ersten Session in Bern als Ständerat. (Bild: Corinne Glanzmann)
Konrad Graber nimmt im Januar 2008 zusammen mit der damaligen SP-Ständerätin Simonetta Sommaruga (hinten) und dem damaligen Chefreporter Politik der damaligen Neuen Luzerner Zeitung Jürg Auf der Maur (Mitte) an der Podiumsdiskussion der AWG-Veranstaltung zur Unternehmenssteuerreform II in der Hochschule Luzern teil.
(Bild: Manuela Jans-Koch)
Konrad Graber gibt im Oktober 2008 der damaligen Neuen Luzerner Zeitung ein Interview zum Hilfspaket des Bundesrats.
(Bild: Manuela Jans)
Konrad Graber läuft im Oktober 2009 am 3. Lucerne Marathon mit. Damit ist er einer von insgesamt rund 8800 Teilnehmern.
Mit seiner Ehefrau Andrea Wyss besucht Konrad Graber die 17. Theater-Gala der Krankenversicherung CSS im Luzerner Theater im Oktober 2010. (Bild: Archiv LZ)
Der CVP-Ständerat Konrad Graber feiert mit Ehefrau Andrea Wyss sowie Rahel und Norbert Schmassmann (von links) an der 17. Theater-Gala der Krankenversicherung CSS im Luzerner Theater im Oktober 2010. (Bild: Archiv LZ)
Im Mai 2011 nominiert die CVP Konrad Graber erneut als Kandidat für die Wahl in den Ständerat. Patricia Schaller gratuliert ihm dazu und überreicht ihm einen Blumenstrauss während der Versammlung im Zentrum Gersag in Emmenbrücke. (Bild: Pius Amrein)
Während der Eröffnungsfeier zum Ausbau und der Tieflegung der Zentralbahn im November 2012 in der unterirdischen Haltestelle Messe Allmend in Luzern haben offenbar der Ständerat Konrad Graber und Bundesrätin Doris Leuthard gut lachen.
Im April 2013 startet Ständerat Konrad Graber beim Solidaritätslauf am Luzerner Stadtlauf.
Die Wirtschaftskommission des Ständerats besucht im Oktober 2013 das Emmi Kaltbach Käselager. Mit dabei sind Regierungsrat Robert Küng, Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf und Konrad Graber als Präsident der Wirtschaftskommission des Ständerats und als Verwaltungsratspräsident der Emmi Gruppe. (Bild: Boris Bürgisser)
2015 wird Konrad Graber erneut in den Ständerat gewählt. Mit ihm zusammen wird Damian Müller (FDP) die Luzerner in Bern vertreten.
Im Februar 2016 führen Konrad Graber und Franz Steinegger ein Streitgespräch über die Gotthard-Abstimmung. (Bild: Nadia Schärli)
Im März 2016 spricht Konrad Graber als Verwaltungsratspräsident von Emmi während der Bilanzmedienkonferenz im Hotel Radisson in Luzern. Die Tätigkeit als Verwaltungsratspräsident will er nach seinem Abschied aus der Politik weiterhin wahrnehmen. (Bild: Eveline Beerkircher)
Im Mai 2016 spricht Bundesrat Alain Berset anlässlich einer Informationsveranstaltung an der Uni Luzern zur Rentenreform 2020 mit Konrad Graber. (Bild: Nadia Schärli)
Konrad Graber (rechts) ist in Kriens zu Hause. Damit befindet er sich in bester Spitzenpolitiker-Gesellschaft: Paul Winiker (v.l.), Marcel Schwerzmann und Yvette Estermann wohnen ebenfalls in Kriens. (Bild: Pius Amrein)
Am Mittwoch, 29. August 2018 gibt Konrad Graber an der CVP-Delegiertenversammlung in Sursee seinen Rückzug aus der Politik bekannt. (Bild: Eveline Beerkircher)
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Konrad Grabers Politik-Karriere in Bildern

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