NACH HANGRUTSCH: Baselstrasse: Gefahr ist noch nicht gebannt

54 Bäume sind am (gestrigen) Montag aus dem steilen Abhang des Gütschwaldes in einem aufwändigen Prozedere entfernt worden. Das allein wird aber nicht reichen, um den «Problemhang» sicher zu machen.

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Die gefällten Bäume werden an einem Seil mit einem Helikopter wegtransportiert. (Bild pd)

Die gefällten Bäume werden an einem Seil mit einem Helikopter wegtransportiert. (Bild pd)

Spektakuläre Forstarbeiten hinter der Häuserzeile an der Baselstrasse 37/39 in Luzern: Dort, wo am späten Samstagabend der steile Abhang des Gütschwaldes ins Rutschen kam, waren am Nachmittag Spezialisten damit beschäftigt, Bäume zu fällen, die erneut Schaden anrichten könnten (siehe Artikelverweis).

Drei Lösungsvorschläge
Was am steilen Abhang geschehen soll, nachdem die Bäume weggeräumt sind, ist derzeit noch offen. Fest steht: Der Bereich, der am Samstag abrutschte, ist laut Aussagen der verantwortlichen Fachleute noch immer «latent absturzgefährdet». «Wir warten nun auf den Bericht der Geologen», sagt Daniel Deicher, Stabchef der Stadtluzerner Sicherheitsdirektion. Dieser soll am Mittwoch vorliegen.

Geologe Beat Keller wird die Arbeiten vor Ort betreuen. Ihm schweben bereits drei mögliche Lösungsansätze vor:

  • Ist viel Hangschutt vorhanden, wird dieser abgetragen und die Anrissfläche durch Spritzbeton gesichert.
  • Der Hang wird durch Stahlnetze gesichert. Für die Befestigung des Netzes müssten rund 250 Stahlnägel in den Felsgrund eingelassen werden.
  • Vor den gefährdeten Gebäuden wird eine hohe Stahlbetonmauer errichtet. 

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Erdrutsch beim steilen Abhang des Gütschwaldes Schaden anrichtet. «Man kann durchaus von einem Problemhang sprechen», sagt Geologe Keller.

Pascal Imbach

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.

Die aufgetürmten gerodeten Bäume. (Bild pd)