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Nach Kritik aus dem Quartier: Süd-Allee wird in der Kuonimatt abgespeckt

In der Krienser Kuonimatt wird weder der Bus verlegt noch eine Veloschnellroute geschaffen. Das versichert der Gemeinderat. Damit ist hier die geplante Süd-Allee quasi vom Tisch.
Roman Hodel
So wird's in der Kuonimatt kaum: Verkehrsberuhigende Gestaltungselemente und Bäume entlang der Strasse wie von den Planern vorgeschlagen, kommen schlecht an - es handelt sich um Privatstrassen. (Visualisierungen: PD)

So wird's in der Kuonimatt kaum: Verkehrsberuhigende Gestaltungselemente und Bäume entlang der Strasse wie von den Planern vorgeschlagen, kommen schlecht an - es handelt sich um Privatstrassen. (Visualisierungen: PD)

Ein von Bäumen gesäumter Boulevard. Mal viel befahrene Hauptstrasse, dann wieder ruhiger Quartierweg. So stellen sich die Planer die Süd-Allee vor – die verbindende Achse zwischen Luzern und Horw. Doch gerade im ruhigen Abschnitt in der Krienser Kuonimatt sind die Vorbehalte am grössten. Immer noch. Dies zeigte sich auch am zweiten Workshop zur Süd-Allee am Mittwochabend im Schappe-Saal. Von den erneut über 100 Teilnehmern stammten wiederum rund 95 Prozent aus der Kuonimatt.

Sie hatten immerhin Grund zum Applaudieren. Wie der Krienser Bauvorsteher Matthias Senn (FDP) auf Anfrage sagt, habe man den Workshop-Teilnehmern versichert, dass die Buslinie 16 wie gehabt auf der Rosen- und Kreuzstrasse verkehren werde. Eine Verlegung auf die geplante Süd-Allee-Achse Dahlien-/Veilchenstrasse sei kein Thema mehr. Ebenfalls vom Tisch sei eine Veloschnellroute durch die Kuonimatt. Diese soll neu auf einem Bogenweg via Grabenhof das Quartier umfahren.

Ziemlich städtisch soll sich die Süd-Allee dereinst im Abschnitt zwischen Arsenalstrasse und Mattenhof-Kreisel präsentieren.

Ziemlich städtisch soll sich die Süd-Allee dereinst im Abschnitt zwischen Arsenalstrasse und Mattenhof-Kreisel präsentieren.

Trotz dieses Entgegenkommens hätten viele Kuonimättler weiterhin Bedenken geäussert. So etwa deshalb, weil nach wie vor eine Rad-/Gehwegverbindung von der Horwer Technikumstrasse über den Schlimbach in die Kuonimatt eingetragen ist. Eine solche könnte sich zu einer Veloschnellroute entwickeln – auch wenn dereinst der Bogenweg besteht, so die Befürchtungen im Quartier. Senn sagt dazu: «Wir haben versichert, dass diese Verbindung bloss eine Konzeptidee ist und dass die Realisierung für uns überhaupt keine Priorität hat – im Gegensatz zum Bogenweg.»

«In diesem Teil ist die Süd-Allee weitgehend gestorben»

Zudem hätten die Kuonimättler den Umstand kritisiert, dass nach wie vor Gestaltungselemente auf der privaten Dahlien- und Veilchenstrasse vorgesehen seien – beispielsweise für eine Tempo-20-Zone. Oder dass die Planer sich vorstellen können, in den privaten Vorgärten Bäume zu pflanzen, um die Allee-Optik zu erzeugen. Die Verantwortlichen betonten am Workshop wie bereits im Frühling, dass Bäume selbstverständlich nur mit Einwilligung des Grundeigentümers gepflanzt. Klar ist damit: In der Kuonimatt wird von der Süd-Allee nicht viel zu sehen sein. Oder wie es Matthias Senn ausdrückt: «In diesem Teil ist die Süd-Allee weitgehend gestorben.»

Ein Satz, den man in der Kuonimatt mit Erleichterung zur Kenntnis nimmt: «Wir sind froh, dass die ‹Autobahn› mitten durch unser Quartier nicht realisiert wird», sagt Ralph Ummel, Präsident des Quartiervereins. «Zumindest auf den ersten Blick.» Der jetzige Gemeinderat zeige sich zwar verständnisvoll, « doch wie sieht es in zehn oder fünfzehn Jahren aus?» Man glaube dem Gemeinderat, dass er keine Enteignungen vorgesehen habe und habe «ein gewisses» Verständnis dafür, dass er in diesem Punkt keine Zusicherung für immer machen könne. Auch deshalb werde man die Süd-Allee weiterhin kritisch begleiten. Ummel: «Eine Veloschnellroute bleibt für uns ein No-Go – aus Sicherheitsgründen.» Gerade E-Biker seien oft zu schnell unterwegs und hier würden viele Kinder leben.

Im Bereich der Horwer Technikumstrasse könnten die Freiräume des Hochschul-Campus nahtlos in die Strassenräume der künftigen Süd-Allee übergehen.

Im Bereich der Horwer Technikumstrasse könnten die Freiräume des Hochschul-Campus nahtlos in die Strassenräume der künftigen Süd-Allee übergehen.

Unbestritten sind derweil die beiden anderen Abschnitte der Süd-Allee. Zwischen Eichhof und Mattenhof wird sie laut Krienser Gemeinderat zur «verkehrsorientierten, siedlungsverträglichen» Verbindung. Positiv gestimmt ist auch der Horwer Gemeinderat: Zwischen Steinibach-Kreisel und See sei genug Raum für die Allee vorhanden. Treiber ist laut Bauvorsteher Thomas Zemp (CVP) der geplante Campus-Ausbau der Hochschule Luzern: «Dieser wird die ideale Gelegenheit sein, die Strassenräume neu zu gestalten.»

Richtplan soll nächstes Jahr öffentlich aufliegen

Für Thomas Glatthard, Gebietsmanager von Luzern Süd, bleibt die Süd-Allee trotz Abstrichen in der Kuonimatt das verbindende Element des neuen Stadtteils: «Mit Anpassungen mussten wir rechnen», sagt er auf Anfrage. Bis im November soll die überarbeitete Konzeptstudie vorliegen und dann an die Exekutiven gehen. Elemente daraus werden in den regionalen, behördenverbindlichen Richtplan fliessen. Dieser soll in der zweiten Hälfte 2019 öffentlich aufgelegt werden. Die eigentliche Süd-Allee wird anschliessend in Teilprojekten realisiert. Der genaue Zeitplan steht noch nicht fest. Beide Gemeinden betonen, dass die Bevölkerung auch weiterhin in die Planung einbezogen bleibt.

Weitere Infos zu den Workshops Süd-Allee finden Sie auf www.luzernsued.ch

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