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Nach langen Wirren: Die Unterführung Wegmatt in Horw ist eröffnet

Eine verworrene Entstehungsgeschichte hat ihr Ende gefunden: Die Unterführung Wegmatt ist seit Donnerstag offen.
Stefan Dähler
Eröffnung der Wegmatt-Unterführung in Horw. (Bild: Dominik Wunderli, Horw, 5. September 2019)

Eröffnung der Wegmatt-Unterführung in Horw. (Bild: Dominik Wunderli, Horw, 5. September 2019)

Lange mussten die Horwer auf die Unterführung Wegmatt in der Nähe des Bahnhofs warten. Am Donnerstag war es soweit. Um 17 Uhr wurde sie in Anwesenheit von Bauvorsteher Thomas Zemp (CVP) nach rund sechs Monaten Bauzeit eingeweiht.

Die Arbeiten seien anspruchsvoll gewesen, aber gemäss Zemp ohne grössere Komplikationen verlaufen – was man vom politischen und rechtlichen Vorspiel nicht behaupten kann.

Zuerst war Überführung vorgesehen

Dieses begann 2012, als im Einwohnerrat im Zusammenhang mit dem Bauprojekt auf dem Wegmatt-Areal die Idee aufkam, eine Gleisüberführung zu realisieren. 2014 kam der Gemeinderat zum Schluss, dass eine Überführung nicht realistisch ist. 2017 kam das Geschäft nach Umwegen erneut in den Einwohnerrat, wurde aber zurückgewiesen.

Letztes Jahr schliesslich bewilligte der Einwohnerrat einen 7-Millionen-Kredit für die Unterführung deutlich. Der Weg schien frei. Doch dann wurde es erst richtig kompliziert: Die Unterführung Wegmatt bildet mit der Aufhebung der beiden Bahnübergänge Krienser-/Horwerstrasse und Wegmattstrasse ein Gesamtprojekt. Ende 2018 bewilligte das Bundesamt für Verkehr das Vorhaben. Doch weil unter anderem die Stadt Kriens und der VCS die Aufhebung der Bahnübergänge bekämpfen, kam es zu einer Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht, die noch hängig ist. Diese hätte eigentlich eine aufschiebende Wirkung – dennoch startete der Horwer Gemeinderat im Frühling mit den Vorbereitungsarbeiten.

Bundesgericht erlaubt Bau in letzter Sekunde

Ziel war, dass die Hauptarbeiten während der Totalsperre der Zentralbahn im März und April durchgeführt werden können. Eine Verzögerung hätte die Unterführung verunmöglicht, weil später aufgrund der umliegenden Bauprojekte der Platz für deren Realisierung gefehlt hätte. Am 14. März schliesslich – drei Tage vor Beginn der Totalsperre – erlaubte das Bundesverwaltungsgericht trotz laufendem Verfahren den Bau der Unterführung.

Den Kredit werde man voraussichtlich einhalten können, so Zemp. Ganz abgeschlossen ist das Projekt aber noch nicht. Der Brünigweg und die Gleispromenade werden als Zufahrten noch ausgebaut. Der Zeitplan hängt von den benachbarten Bauprojekten ab. «Beim Brünigweg gehe ich davon aus, dass er im Verlauf 2020 realisiert werden kann», so Zemp.

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