Nach Masturbation während der Fahrt: VBL-Busfahrer ist seinen Job los

Eine Passagierin in einem Bus der Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) filmte einen Busfahrer, der sich während der Fahrt selbst befriedigte. Das Unternehmen hat den Fahrer nun entlassen.

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(jwe) Eine Frau ertappte einen Busfahrer der VBL dabei, wie dieser sich während der Fahrt selbst befriedigte. Eine Hand am Steuer, die andere zwischen den Beinen. Im Artikel der Printausgabe von «20 Minuten» (Dienstag, 14. April) ist ein Bild abgedruckt. Es zeigt den Blick in den grossen Rückspiegel im Innern des Buses. Dort ist klar zu sehen, dass der Chauffeur seine Hand zwischen den Beinen hat – allerdings wird die Hand verpixelt. Zudem habe die Leser-Reporterin ein Video gemacht, welches im Onlineartikel von «20 Minuten» verpixelt zu sehen ist.

Sämi Deubelbeiss, VBL-Sprecher, sagt gegenüber «20 Minuten»: «Wir haben Kenntnis von diesem Vorfall. Uns wurde das Video ohne Zensur zugespielt. Wir verurteilen diesen Vorfall aufs Schärfste und entschuldigen uns bei allen betroffenen Personen.» Die VBL eröffneten gegen den Busfahrer ein Disziplinarverfahren. Deubelbeiss bestätigt diese Aussagen auf Anfrage unserer Zeitung. Am späteren Nachmittag meldet das Online-Portal PilatusToday, dass sich die VBL vom Busfahrer getrennt hat. 

Zur Gesetzeslage wird Urs Wigger, Sprecher der Luzerner Polizei, bei «20 Minuten» wie folgt zitiert: «Das Gesetz sagt klar, dass man während der Lenkungs eines Fahrzeugs die Aufmerksamkeit auf den Verkehr und die Bedienung des Fahrzeugs richten soll.» Weiter könnte der Vorfall auch strafrechtliche Konsequenzen haben. «Wenn sich Passagiere von den Handlungen belästigt fühlten, müsste man den Straftatbestand der sexuellen Belästigung oder des Exhibitionismus prüfen», so Wigger.