Nach Mazenauers Verzicht in Ebikon: SP-Kandidatin auf Poleposition im 2. Wahlgang

Höchweid-Chefin Marianne Wimmer-Lötscher tritt im zweiten Wahlgang in Ebikon sicher an. Die FDP entscheidet in den nächsten Tagen - die Partei wurde vom Rückzug ihres Gemeinderats Ruedi Mazenauer selber überrascht.

Roman Hodel
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SP-Kandidatin Marianne Wimmer-Lötscher.

SP-Kandidatin Marianne Wimmer-Lötscher.

(Bild: Corinne Glanzmann, Ebikon 14. Februar 2020)

Das Nichtantreten des Ebikoner Gemeinderats Ruedi Mazenauer zum zweiten Wahlgang am 28. Juni (wir berichteten) überrascht - auch die eigene Partei. «Wir hatten ihn noch versucht umzustimmen, denn wir sind von seiner Arbeit überzeugt - leider vergeblich», sagt FDP-Präsident René Friedrich. Er habe selber ein Geschäft und daher ein gewisses Verständnis für den Grund des Verzichts. Mazenauers Firma braucht ihn wegen der Coronakrise. «Das Ganze zeigt aber auch deutlich, dass die Teilpensen der Gemeinderäte sich nur schwer mit einer zusätzlichen Berufstätigkeit und erst recht mit einer selbständigen Tätigkeit vereinbaren lassen», so Friedrich. Ob die FDP mit einem neuen Kandidaten oder einer neuen Kandidatin ihren einzigen Sitz zu verteidigen versucht, soll bald entschieden werden. Er sagt:

«Die Partei wird nur antreten, wenn eine Person zur Verfügung steht, welche die für das Gemeinderatsamt erforderlichen Fähigkeiten mitbringt und auch eine Wahlchance hat.» 

Wie erwartet definitiv im zweiten Wahlgang auch nicht zur Verfügung stehen wird zudem GLP-Kandidatin Heidi Koch. Dies bestätigt GLP-Präsident Sandor Horvath: «Unsere Partei wird Marianne Wimmer zur Wahl empfehlen.» Koch war im ersten Wahlgang mit 498 Stimmen weit hinter Wimmer (1056 Stimmen) und Mazenauer (1207 Stimmen) gelandet. 

Damit wird eine stille Wahl von SP-Kandidatin Marianne Wimmer-Lötscher immer wahrscheinlicher. Die Leiterin des Zentrums Höchweid zeigt sich ebenfalls überrascht von Mazenauers Verzicht, sagt jedoch: «Meine Partei hatte unabhängig davon am Dienstag entschieden, dass ich zum zweiten Wahlgang antrete.» Denn das gute Abschneiden im ersten Wahlgang zeige, dass die Ebikoner eine soziale und ökologische Stimme in der Exekutive möchten. «Nun warte ich gespannt den 30. April ab», sagt sie. An jenem Tag um 12 Uhr läuft die Eingabefrist für Kandidaturen ab.

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