NACH OBWALDNER NEIN: Villenzonen: Die SP droht mit dem Referendum

Sonderwohnzonen für Vermögende? Die Obwaldner schickten diese Idee wuchtig bachab. Luzern behält den Kurs aber trotzdem bei – das ruft Kritiker von links auf den Plan.

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Felicitas Zopfi, Präsidentin der SP des Kantons Luzern. (Archivbild Adrian Baer/Neue LZ)

Felicitas Zopfi, Präsidentin der SP des Kantons Luzern. (Archivbild Adrian Baer/Neue LZ)

Rund zwei Drittel der Obwaldner Stimmbevölkerung warf am Sonntag ein Nein zu Sonderwohnzonen für Gutbetuchte in die Urne.

Im Kanton Luzern will die Regierung jedoch an der Schaffung von Villenzonen festhalten. Sie hat inzwischen, wie am Sonntag bekannt wurde, den neuen kantonalen Richtplan zuhanden des Parlaments verabschiedet. Der Richtplan sieht vor, dass Gemeinden «exklusive Wohnlagen» schaffen und dafür neues Bauland einzonen können. «Luzern ist völlig anders gelagert als Obwalden», so Baudirektor Max Pfister. In Obwalden hätte die Regierung die Sonderzonen bestimmt. In Luzern wolle die Regierung zwar auch nicht in jeder Gemeinde eine solche Einfamilienhauszone, sondern diese an einzelnen Orten konzentrieren. «Wo genau, schreiben wir aber nicht vor», sagte Pfister.

Die SP des Kantons Luzern, die sich bereits im Vernehmlassungsverfahren klar gegen solche Villenzonen ausgesprochen hat, wird dieser Haltung «energisch» entgegentreten und, «falls nötig», das Referendum ergreifen, wie es in einer Medienmitteilung vom Montagmorgen heisst.

rh/tos/jem/scd

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