NACH POLIZEIFUSION: Braucht Luzern eine Privatpolizei?

Die Stadt Zug braucht nach der Polizeifusion Hilfe von der Securitas. Das führt in Luzern zu einigen Fragen.

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Daniel Bussmann, Vizekommandant der Kantonspolizei Luzern. (Archivbild Fabienne Arnet/Neue LZ)

Daniel Bussmann, Vizekommandant der Kantonspolizei Luzern. (Archivbild Fabienne Arnet/Neue LZ)

Littering, Lärm, Pöbeleien: Seit drei Jahren bekämpfen die Stadtzuger solche Probleme nicht nur mit der Polizei, sondern auch mit der Securitas. Denn seit der Fusion der Stadtpolizei mit der Kantonspolizei ist die Präsenz von uniformierten Polizisten zurückgegangen, was sich auf die Sicherheit und die Ordnung ausgewirkt hat.

«Situation in Luzern ist nicht mit Zug vergleichbar»
Diese Feststellung ist brisant, denn auch in Luzern steht die Fusion von Stapo und Kapo an. In Luzern steht die Mehrheit der Parteien hinter einer Zusammenlegung der beiden Corps. Aber kann man denn dafür sein, wenn es, wie in Zug, nach einer Fusion zusätzliches, privates Sicherheitspersonal braucht?

Bei der Luzerner Kantonspolizei ist man klar der Meinung: ja. «Die Situation in Luzern ist nicht mit Zug vergleichbar», sagt Vize-Kapo-Kommandant Daniel Bussmann. Denn im Gegensatz zu Zug bleibe in Luzern die Struktur der Stadtpolizei erhalten.

Securitas ist immer stärker in Gemeinden engagiert
Bereits heute engagiert die Stadt Luzern die Securitas für den Ordnungsdienst, so auf der Ufschötti und auch für Einsätze im Salesiapark an der Grenze zu Kriens. Das Engagement von privaten Sicherheitsfirmen in Gemeinden nimmt generell zu. Erwin Waltisberg, Regionaldirektor der Securitas: «Wir arbeiten inzwischen auch für Gemeinden wie Sursee, Schenkon, Eich, Hochdorf, Hitzkirch, Emmen und Kriens. Die Anfragen haben klar zugenommen.»

Dass eine Gemeinde auf eine private Sicherheitsorganisation zurückgreift, hat vorab finanzielle Gründe. Wenn man bei der Polizei zusätzliche Leistung einkaufen will, kostet die Mannstunde 100 Franken, bei der Securitas 65 Franken.

Guido Felder

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.