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Nach Rettungseinsatz in Ruswil: Darum wird die Armee häufig aufgeboten

Die Luzerner Polizei, die Luftwaffe und das Bundesamt für Polizei haben am Samstag eine vermisste Person gesucht und geborgen. Dass Bundesbehörden bei Suchaktionen mithelfen, kommt häufiger vor als erwartet.
Kilian Küttel

Die Suchaktion dauerte rund sechseinhalb Stunden: Am Samstagnachmittag um 16 Uhr wird in Ruswil eine Person als vermisst gemeldet. Aufgrund der vorhandenen Informationen handelt die Luzerner Polizei und bietet die Armee und das Bundesamt für Polizei (Fedpol) auf.

Ein Superpuma steigt in die Luft, sucht mit einer Wärmebildkamera das Gelände im Gebiet Sigigen ab. Gleichzeitig durchkämmt die Polizei das Gebiet mit Suchhunden. Um 22.30 Uhr kommt die Meldung: Die Einsatzkräfte haben die Person gefunden, sie wird ins Spital gebracht.

Rettung dank Wärmebildkameras

Dass für eine Suchaktion die Organisationen des Bundes zum Einsatz kommen, scheint auf den ersten Blick unüblich. Wie eine Nachfrage beim eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) aber zeigt, passiert das häufiger als angenommen. Armeesprecher Daniel Reist: «Die Armee wird häufig für Suchaktionen aufgeboten, da wir eine der wenigen Institutionen sind, die über Wärmebildkameras verfügen.»

Zwei Superpumas der Luftwaffe sind mit den Geräten ausgestattet, die es ermöglichen, vermisste Personen dank deren Körperwärme zu orten. «Dies ist eine sehr effiziente Methode in unwegsamem Gelände wie in Wäldern oder Berggebieten», so Reist.

Er kann zwar keine genaueren Zahlen nennen, wie häufig solche Einsätze sind. Jedoch gibt er an, es habe vor wenigen Wochen bereits einen ähnlichen Fall wie jenen vom Samstag in Ruswil gegeben.

Spezialisten liefern Knowhow

Ähnlich wie mit der Luftwaffe verhält es sich mit dem Fedpol. Gemäss Sprecher Florian Näf stehen die Einsatzkräfte zwei bis drei Mal pro Monat für Notsuchen in der ganzen Schweiz im Einsatz. «Dabei stellen wir technische Ausrüstung zur Verfügung. Zudem verfügen unsere Spezialisten über das notwendige Knowhow, um die Polizeikorps zu unterstützen.»

Der Entscheid, ob man auf das Fedpol zurückgreifen wolle, liege dabei im Ermessen des zuständigen Pikettoffiziers.

Übrigens: Die Armee verrechnet für einen Einsatz nichts, das Fedpol nur einen Unkostenbetrag von wenigen Hundert Franken. Die Zusammenarbeit lohnt sich laut Näf: «Immer wieder können dank gemeinsamen Einsätzen Leben gerettet werden.»

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