Nach Überfall: Tourist im Spital

Der Überfall in einem Hotelzimmer hat schlimme Folgen: Ein Tourist aus China ist schwer am Auge verletzt worden. Einer der Täter ist noch immer auf der Flucht.

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Im Hotel Anker am Pilatusplatz ereignete sich der Überfall auf eine Touristengruppe. (Bild: NLZ / Boris Bürgisser)

Im Hotel Anker am Pilatusplatz ereignete sich der Überfall auf eine Touristengruppe. (Bild: NLZ / Boris Bürgisser)

Der dreiste Überfall hat sich am 22. November ereignet. Recherchen unserer Zeitung zeigen nun: Er geschah im Luzerner Hotel Anker. Dort hatten am letzten Betriebstag des «Ankers» zwei Täter, die vermutlich beide aus dem Balkan stammen, sich gewaltsam Zutritt zu einem Zimmer verschafft. Sie hatten es auf Bargeld und wertvolle Gegenstände abgesehen. Der überrumpelte Tourist schrie laut um Hilfe, worauf andere Reisegruppenmitglieder ihm zu Hilfe eilten und sich gegen die beiden Einbrecher beherzt zur Wehr setzten.

Bereits eine Augenoperation

Bei der tätlichen Auseinandersetzung entkam einer der beiden Eindringlinge; den anderen konnten die Touristen festhalten und später der rasch erschienenen Polizei übergeben. Beim heftigen Gerangel hatte der zurückgehaltene Eindringling indes einen der Touristen schwer am Auge verletzt. Der Chinese wurde sofort ins Spital eingeliefert und einer Operation unterzogen. Er liegt seither in einem Spital in unserer Region. Zurzeit ist nicht klar, ob er seine Sehfähigkeit am verletzten Auge je wieder erlangen wird.

Adelbert Bütler, Präsident der Luzern Tourismus AG, und Stadtpräsident Stefan Roth haben den Gast aus China inzwischen im Spital besucht.

Am Montag treffen sich eine Abordnung von Luzern Tourismus und Luzern Hotels mit Vertretern von Polizei, Stadt und Kanton zu einer Krisensitzung. «Wir werden über Massnahmen diskutieren», sagt Tourismusdirektor Marcel Perren.

Rainer Rickenbach

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