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Nachbargemeinden zahlen an neues Schulhaus in Sursee

Im Jahr 2023 soll der Sek-Kreis Sursee ein neues Schulhaus für 27 Millionen Franken erhalten. Die Stadt muss allerdings weniger als die Hälfte selber bezahlen.
Ernesto Piazza
Stadträtin Heidi Schilliger auf dem Zirkusplatz-Areal, wo 2023 das neue Schulhaus eröffnet werden soll. (Bild: Pius Amrein (Sursee, 28. März 2018))

Stadträtin Heidi Schilliger auf dem Zirkusplatz-Areal, wo 2023 das neue Schulhaus eröffnet werden soll. (Bild: Pius Amrein (Sursee, 28. März 2018))

Der Sek-Kreis Sursee benötigt dringend mehr Platz. Während er heute 28 Klassen umfasst, sollen bis im Jahr 2030 deren 12 bis 14 dazukommen. «Das entspricht dem Umfang eines ganzen Schulhauses», erklärte die Surseer Bildungsvorsteherin Heidi Schilliger (FDP) an der gestrigen Medieninformation. Geplant ist, das neue Gebäude auf dem Surseer Zirkusplatz-Areal zu bauen. Das Projekt soll auch eine Dreifachturnhalle beinhalten. Das Bauvorhaben ist mit 27 Millionen Franken veranschlagt (Ausgabe vom 29. März).

Jetzt haben die Gemeinden, welche dem Sek-Kreis Sursee angehören, die Finanzierung geregelt. Dazu gehören neben der federführenden Stadt Sursee auch die Gemeinden Geuensee, Knutwil, Mauensee, Oberkirch und Schenkon. Die Nachbarkommunen Sursees stellen insgesamt 17 Millionen Franken an Investitionen in ihre Aufgaben- und Finanzpläne ein.

«Es ist ein erstmaliges Projekt und wir hoffen, dass es nicht einmalig ist.»

Das finanzielle Volumen von 27 Millionen basiert zwar auf einer Kostenschätzung. Doch aufgrund des hohen Finanzbedarfs der Stadt Sursee – bis im Jahr 2024 sind über 100 Millionen geplant – haben die Bildungs- und Finanzvorsteher nach einer tragfähigen Lösung gesucht. Heidi Schilliger sagte gestern: «Es ist ein erstmaliges Projekt und wir hoffen, dass es nicht einmalig ist.»

«Finanzierungsmodell ist ein Novum»

Das Finanzierungsmodell sieht vor, dass Sursee die Investitionsausgaben von 27 Millionen budgetiert, genauso wie die 17 Millionen Einnahmen. Diese bekommt die Stadt von den im Sek-Kreis eingebundenen Nachbargemeinden. Die Finanzierung erfolgt anteilmässig aufgrund der Schülerzahlen. Sursee wird das Sek-Schulhaus in seiner Buchhaltung führen, und die Gemeinden leisten aufgrund ihrer Anteile entsprechende Investitionsbeiträge. Diese werden wie Hypotheken behandelt: Die Summen sind jährlich mit zwei Prozent zu verzinsen und über 40 Jahre zu amortisieren. Die Stadt Sursee wird die Investitionen der Nachbargemeinden an diese inklusive Zinsen und Abschreibungen über die Dauer von 40 Jahren wieder zurückerstatten, und zwar über die Schulgeldrechnung. Zudem beteiligen sich die Kommunen wie bisher an den jährlichen Betriebskosten in Form eines Schulgeldbetrages pro Schüler.

«Das Modell ist weit über die Kantonsgrenze hinweg ein Novum», betonte Finanzvorsteher Michael Widmer (CVP) gestern. Und Heidi Schilliger lobte derweil speziell «den Willen der Beteiligten, ein Resultat erreichen zu wollen, welches für alle eine Win-win-Situation darstellt».

Das Volk hat das letzte Wort

Aufgrund dieser neuen Ausgangslage wird der bestehende Gemeindevertrag überarbeitet. Eine Arbeitsgruppe ist bei diesem Prozess federführend. Sie besteht aus der Bildungsvorsteherin und dem Finanzvorsteher der Stadt Sursee, Karin Schnarwiler (CVP), Finanzvorsteherin von Oberkirch und dem bildungsverantwortlichen Gemeinderat von Schenkon, Raphael Wyss (FDP).

Die gemeinsame Sekundarschule in Sursee ist in den Schulhäusern Georgette, Alt St. Georg und Neu St. Georg untergebracht. Für das neue Projekt läuft zurzeit ein Architekturwettbewerb, zu dem nach einer Vorqualifikation 14 Planungsteams eingeladen wurden. Die Auftragserteilung erfolgt im Mai 2019.

Bis im darauffolgenden August wird das Projekt überarbeitet. Ende 2019 soll der Kostenvoranschlag zur Verfügung stehen. Die Genehmigung des Baukredits ist in den sechs Gemeinden für Frühling 2020 vorgesehen. Zum selben Zeitpunkt müssten in den zum Sek-Kreis Sursee gehörenden Kommunen die Finanzierungen geregelt sein. Alle Gemeinden haben an der Urne oder an Gemeindeversammlungen über das Projekt zu entscheiden. Läuft es nach Plan, fahren die Bagger im August 2021 auf – und die neuen Räume werden im Sommer 2023 bezogen.

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