Ob Peter Schilliger die Nachfolge von Albert Vitali im Nationalrat antritt, ist noch unklar

Nach dem überraschenden Tod von Albert Vitali ist sein Sitz im Nationalrat noch unbesetzt. Als sein Nachfolger kommt Peter Schilliger in Frage.

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(dlw) Der Tod von Albert Vitali hat die Luzerner Politik am vergangenen Freitag geschockt. An diesem Tag ist der langjährige FDP-Nationalrat im Alter von 64 Jahren überraschend einem Krebsleiden erlegen. Albert Vitali war erst im Herbst 2019 als einziger FDP-Nationalrat wiedergewählt worden. Die Liberalen verloren bei dieser Wahl einen Sitz.

Diesen hatte zuvor der Udligenswiler Unternehmer Peter Schilliger inne. Der 61-Jährige landete auf dem zweiten Platz der FDP-Liste. Somit wäre er der erste Nachrücker für Vitalis Sitz. Ob Schilliger, der zwischen 2012 und 2019 in Bern politisierte, diesen Sitz übernehmen wird, ist noch offen. Auf Anfrage erklärt er, für einen Entscheid sei es noch zu früh: «Es gilt jetzt, den überraschenden und schockierenden Tod von Albert Vitali zu verarbeiten.» Schilliger sagt, er werde frühestens nächste Woche Gespräche mit seiner Familie und seiner Partei führen und anschliessend einen Entscheid fällen.

Würde Schilliger verzichten, wäre als nächster der Stadtluzerner Damian Hunkeler an der Reihe. Dieser politisiert seit 2011 im Kantonsrat, im März 2020 wurde der 56-Jährige zusätzlich in den Grossen Stadtrat gewählt. Das viertbeste Resultat bei der FDP machte Jaqueline Theiler. Die 38-Jährige ist im Januar zur Kantonalpräsidentin der FDP gewählt worden.