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NACHGEFRAGT: Kann der Gemeinderat noch zusammenarbeiten?

«Es macht mir Bauchweh, dass keine Rechtsgleichheit herrscht.» Cyrill Wiget, Gemeindepräsident Kriens (Bild: pd)

«Es macht mir Bauchweh, dass keine Rechtsgleichheit herrscht.» Cyrill Wiget, Gemeindepräsident Kriens (Bild: pd)

Cyrill Wiget, was sagen Sie zum Vorwurf, Sie hätten das Kollegialitätsprinzip verletzt?

Der Vorwurf zielt ins Leere, ich vertrat keine abweichende Haltung in der Öffentlichkeit, sondern wollte einzig das Dossier Mandatsgelder abgeben. Das ist keine Staatsaffäre und auch kein unüblicher Vorgang in einer Exekutive. In unserer Geschäftsordnung gibt es sogar einen Artikel, der es jedem Mitglied erlaubt, aufgrund einer speziellen Konfliktsituation eine andere Meinung haben zu dürfen. Auf diesen Artikel habe ich mich berufen. Ich bedaure, dass meine Kollegen mit einem Communiqué die Auseinandersetzung öffentlich machen. Es fragt sich, ob nicht sie ihrerseits damit das Kollegialitätsprinzip verletzen.

Als Gemeinderat müssen aber die Haltung des gesamten Gremiums vertreten.

In den allermeisten Fällen findet man im Gemeinderat einen Kompromiss, mit dem alle einigermassen leben können. Ist das mal nicht der Fall, sollte man die Möglichkeit haben, seine Persönlichkeit zu wahren. Ich habe im letzten Herbst dem Parlament gegenüber mein Wort gegeben, die vom Parlament skizzierte Lösung umzusetzen.

Kann der Gemeinderat nach diesem Eklat noch zusammenarbeiten?

Selbstverständlich - Politik ist zwar ein hartes Geschäft, aber wir sind dafür gewählt uns immer wieder zusammenzuraufen um für Kriens die besten Lösungen zu suchen. Jeder von uns hat täglich wieder neu Hand zu bieten für eine gute Zusammenarbeit.

War ein Rücktritt kein Thema?

Nein, wir haben uns nun lange genug mit der Lohnfrage auseinandergesetzt, ich möchte mich schon lange wieder den Herausforderungen unserer Gemeinde widmen können.

Ziehen Sie zur Konfliktbewältigung einen Mediator bei?

Wir haben schon früher externe Coaches beigezogen, um die Zusammenarbeit zu fördern oder schwierige Projekte zu unterstützen - unabhängig vom aktuellen Konflikt. Das werde ich natürlich weiterhin dem Gemeinderat vorschlagen.

(std)

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