Nachgefragt: Wird die Luzerner Allianz für Lebensqualität jetzt aufgelöst?

Mit den am Sonntag abgelehnten Initiativen ist das Aufgabenheft der Luzerner Allianz für Lebensqualität erschöpft. Wie geht es mit ihr weiter? Wir haben bei Marcel Budmiger nachgefragt. Der Geschäftsleiter des Luzerner Gewerkschaftsbunds koordiniert die Allianz, der SP, Grüne und Personalverbände angehören.

Interview: Alexander von Däniken
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Marcel Budmiger, SP-Kantonsrat aus Luzern und Koordinator der Luzerner Allianz für Lebensqualität. (Bild: PD)

Marcel Budmiger, SP-Kantonsrat aus Luzern und Koordinator der Luzerner Allianz für Lebensqualität. (Bild: PD)

Marcel Budmiger, wird die Allianz jetzt aufgelöst?

Wir analysieren die Abstimmungsergebnisse diesen Donnerstag an einer Sitzung. Solange Regierung und Parlament die Finanzpolitik über gute Bildung und den Service Public stellt, braucht es die Allianz für Lebensqualität, welche die gravierenden Folgen dieser Politik aufzeigt.

Mit dem Referendum gegen die Halbierung der Musikschulbeiträge hatten Sie mehr Erfolg als mit den Initiativen.

Das ist so. Finanzpolitik ist sehr abstrakt, das Referendum war sehr konkret. Es ist denkbar, dass wir uns künftig auf dieses Instrument konzentrieren.

Gibt es bereits Ideen für kommende Anliegen?

Das wird an der Sitzung sicher ein Thema sein. Klar ist, dass sich weitere Abbaupakete abzeichnen. Im Budget 2019 des Kantons gibt es bereits ein Loch von über 6 Millionen und der Aufgaben- und Finanzplan steht auf sehr wackligen Füssen. Hier braucht es endlich einen Kurswechsel.