NACHLASSSTUNDUNG: Nexis Fibers erhält nun nochmals eine Chance

Es ist nicht gelungen, innert der letzten vier Monate die Nexis Fibers, die ehemalige Viscosuisse, in Emmen zu sanieren. Es haben sich jedoch mögliche Käufer für einzelne Produktionszweige gefunden.

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Der Haupteingang zum Nexis-Fibers-Betriebsgelände in Emmen. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Der Haupteingang zum Nexis-Fibers-Betriebsgelände in Emmen. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Gemäss Abschlussbericht der eingesetzten Sachwalterin konnte die im Konkursaufschubverfahren angestrebte Sanierung der Nexis Fibers AG durch einen Gesamtverkauf der Unternehmung mit all ihren Betriebsstandorten innert Frist nicht realisiert werden, wie die Staatskanzlei Luzern mitteilt. Es haben sich jedoch mögliche Käufer für einzelne Produktionszweige gefunden.

Beitreibung vorerst abgewendet
Auf Antrag der Nexis Fibers AG werde weshalb das Konkursaufschubverfahren durch ein Nachlassverfahren ergänzt bzw. abgelöst. Mit dem Entscheid des Amtsgerichtspräsidenten I von Hochdorf vom (heutigen) Freitag wird eine Nachlassstundung von 6 Monaten bewilligt, der Konkursentscheid entsprechend ausgesetzt und die bisherige Sachwalterin, die Transliq AG, auch für das Nachlassverfahren eingesetzt. Die Nexis Fibers AG wird grundsätzlich ermächtigt, während der Nachlassstundung unter Mitwirkung der Sachwalterin und mit richterlicher Zustimmung Betriebsteile oder einzelne Aktiven zu verkaufen.

Ende Oktober 2008 hat der Verwaltungsrat der Nexis Fibers AG, Emmen (vormals Viscosuisse) beim Amtsgerichtspräsidenten I von Hochdorf die Bilanz deponiert. Mit Entscheid vom 3. November 2008 bewilligte der Gerichtspräsident auf Antrag einer Gläubigergruppe einen provisorischen Konkursaufschub bis zum 13. November 2008. Am 13. November 2008 wurde der Nexis Fibers AG ein definitiver Konkursaufschub für die Dauer von vier Monaten bewilligt. Ziel war die Sanierung der Nexis Fibers AG inklusive ihrer Betriebsstandorte.

scd