NAHRUNGSMITTEL: Hochdorf bricht seine Zelte in Steinhausen ab

Das Nahrungsmittelunternehmen Hochdorf konzentriert seine Produktion an seinem Sitz in Hochdorf. Der Standort Steinhausen im Kanton Zug wird aufgegeben – das hat Entlassungen zur Folge.

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Szenen aus der Produktion in Steinhausen. (Bilder pd)

Szenen aus der Produktion in Steinhausen. (Bilder pd)

36 Arbeitsstellen in Steinhausen, wo Weizenkeime verarbeitet werden, und Hochdorf werden bis Ende dieses Jahres gestrichen. Es wurde ein Sozialplan erstellt. Die Konzentration erfolge im Zuge der Vorbereitung auf die früher oder später zu erwartenden Freihandelsabkommen im Nahrungsmittelbereich etwa mit EU-Ländern, hiess es in einer Medienmitteilung. Die Verarbeitung von Weizenkeimen wird spätestens ab Mitte 2010 neu in Hochdorf aufgenommen. Dort wird weiterhin auch Milch zu Pulver und Babynahrung verarbeitet.

Die Verkaufsgesellschaften Hochdorf Nutrition AG und Hochdorf Nutrifood AG werden rückwirkend per 1. Januar 2009 zusammengelegt. Sie verkaufen künftig ihre Weizen- und Milchprodukte unter dem Namen Hochdorf Nutrifood AG. Aktuell produziert die Hochdorf-Gruppe an den drei Standorten Hochdorf, Sulgen im Thurgau sowie Steinhausen.

Der konsolidierte Brutto-Umsatz betrug im vergangenen Jahr laut Mitteilung 391,8 Millionen Franken, 19,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Ende 2008 beschäftigte das Unternehmen 402 Mitarbeiter Vollzeit und lieferte Produkte in über 60 Länder. Kunden sind die Lebensmittelindustrie, der Detailhandel, Bäckereien und die Gastronomie.

ap