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NAMENSWECHSEL: Das Luzerner Imax will kein Imax mehr sein

Der Name Imax wurde in Luzern vom Markenzeichen immer mehr zur Belastung. Das «Imax Filmtheater» wird deshalb nach 14 Jahren per sofort zum «Verkehrshaus Filmtheater».
Impression aus dem Saal des zurzeit des Films «Delphine» noch Imax genannten Kinos. (Bild Photopress)

Impression aus dem Saal des zurzeit des Films «Delphine» noch Imax genannten Kinos. (Bild Photopress)

Die vertraglichen Beziehungen mit der in Kanada domizilierten Imax Corporation würden «im gegenseitigen Einvernehmen neu gestaltet», wie das Verkehrshaus mitteilt. Leiter Christian Scheidegger spricht auf Anfrage von einer «neuen vertraglichen Basis», die man am Aushandeln sei. Dies mache einen Namenswechsel notwendig, da die gezeigten Filme nicht mehr hauptsächlich im offiziellen 70mm-Imax-Filmformat, sondern in digitaler Form präsentiert werden – was aber an der Bildqualität nichts ändere. Auch der grosse Imax-Schriftzug am Rundgebäude ist damit Vergangenheit. Ebenfalls wechselt die URL der Homepage von imax.ch zu filmtheater.ch .

«Eingeschränkte Freiheit»
Durch die Aufrüstung auf den 3D-Digital-Standard im Jahr 2008 sei die «unternehmerische Freiheit» in punkto Auswahl der Filme gemäss Scheidegger durch den Markennamen Imax immer mehr eingeschränkt worden.

Das hat auch damit zu tun, dass das Kino, dessen Trumpf die nach wie vor grösste Kinoleinwand in der Schweiz darstellt, seit bald einem Jahr nicht mehr ausschliesslich auf «klassische» Naturdokumentationen setzen, sondern im Abendprogramm auch Kinofilme zeigen möchte. Wie etwa den angekündigten Science-Fiction-Knaller «Avatar 3D», dessen Start dann schliesslich auf den letzten Drücker wegen lizenztechnischer Gründe abgesagt werden musste. Auch beim Pixar-Hit «Oben 3D» ging das dem Verkehrshaus angegliederte Kino leer aus.

Wiederaufnahme des Abendprogramms
Geplant ist laut Scheidegger, dass nach dem Start im vergangenen Sommer mit «Nachts im Museum 2» und «Ice Age 3 3D» das auf Eis gelegte Abendprogramm mit Kinofilmen «so bald als möglich» wieder aufgenommen werden soll. Dabei würden vor allem 3D-Filme – und wenn möglich familienfreundliche – im Fokus stehen, die über längere Zeit zu sehen sein werden. Genaue Titel möchte Scheidegger noch nicht bekanntgeben.

Für die Besucher ändere sich generell nichts: Weiterhin werden während des Tages im Stundenrhythmus Dokumentarfilme – demnächst: «Urgiganten der Meere 3D» – gezeigt. «Filme aus dem Produktionshaus Imax können wir zwar ab jetzt nicht mehr berücksichtigen; 90% der Produktionen stammen jedoch zwischenzeitlich von Drittanbietern», so Scheidegger. Zusätzlich sollen auch vermehrt Live-Übertragungen stattfinden, aktuell von Opern aus der Metroplitan Opera in New York.

Dave Schläpfer/Zisch

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