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NARRENLAUF: Crashkurs zur Unfehlbarkeit

Bissige Reime und freche Sprüche: In den Soorser Beizen bekommt auch die (Polit-)Prominenz ihr Fett weg.
Ernesto Piazza
Die drei glorreichen Sieben widmeten sich dem Baupfusch. (Bild: Boris Bürgisser (Sursee, 8. Februar 2018))

Die drei glorreichen Sieben widmeten sich dem Baupfusch. (Bild: Boris Bürgisser (Sursee, 8. Februar 2018))

Ob im Ausland recherchiert, mit lokalem Anstrich aufgetischt: Erneut präsentierten die Narrenläufer in den Soorser Beizen Episoden in der gewohnt bissig-amüsanten Art. So nahmen «die drei glorreichen Sieben» im bis auf den letzten Platz gefüllten Bahnhöfli den Baupfusch bei den Eigentumswohnungen im Haselwart-Gebiet zum Thema. Und meinten letztlich trocken: «Zom Glöck esch das of Oberchiler Bode.» Oder sie prangerten «de huufe Mescht» auf Facebook, Instagramm oder Twitter an. «Schribt eini: ech blüete grad wie de Winnetou – antwortet d Frauewält: Häsch Täg... me too.»

Der Blick voraus auf die Regierungsratswahlen

«Frau Meier und Frau Müller» fühlten der Luzerner Regierung auf den Zahn und störten sich am «Budget-seich vo färn». Diejenigen vom Land seien nicht blöd: Wahltag bedeute auch Zahltag. Nachtleben, Partymeile, saufende Horden, die im Städtli überborden: Wer diesem Lärm überdrüssig sei, solle ins Bellevue gehen, rieten die beiden Frauen. «Det obe esch jetz gwaltig Rueh.»

Einen markanten Farbtupfer setzte die Gruppe «urbi@orbi». Die drei «Päpste» setzten sich mit Gregorianik, Rap und Schnitzelbankgesang in Szene. Bissig, zuweilen auch selbstkritisch – und keineswegs so heilig, wie sie daherkamen. «S werd töplet, grabschet, s’ esch e Gruus» kritisierten sie den Sexismus im Bundeshaus. Der Luzerner Stadträtin Manuela Jost empfahlen die «Päpste», mit einer Baustelle auf der Seebrücke die Entschleunigung wieder nach Luzern zurückzuholen. Und sie setzten sich mit der Rom-Reise der Regierung auseinander: Ob sie die Garde besuchten oder um Vergebung ihrer politischen Sünden baten und dazu eine Kerze anzündeten, fragten sie. Und kamen zum Schluss: «Die möchid z Rom met Secherheit e Cräschkors in Onfählbarkeit.»

Zu einem Highlight schwangen sich die «Chele-Müüs» empor. Da Heinivater Marco Leuenberger mit dem Motto «Wöude, Wöude Weschte» an der Soorser Fasnacht regiert, habe man sie, die Kult-Familie von Dallas engagiert. Die Abgänge bei der Soorser Woche von Chefredaktorin Andrea Willimann und Co-Geschäftsführerin Inge Lichtsteiner waren genauso ein Thema wie die Surseer Stadträte, das Dreiklang-Hochhaus oder die No-Billag-Initiative. Fehlen durften genauso wenig Donald Trump und Johann Schneider Ammann.

«Hi Nun» spekulierten über die Regierungsratwahlen. König Robi ziehe von dannen, in Sursee sei Rainer (Jacquemai) bereits in den Startlöchern. Und wenn dies nicht passe, könne «de Löi» (Stadtpräsident Beat Leu) in die Bresche springen. Sollten alle Stricke reissen, würden sie in Schenkon Patrick Ineichen herrichten, so die beiden Zünftigen – ohne die Sursee-Dauerbrenner Wachstum und Verkehr dabei zu vergessen.

Ernesto Piazza

ernesto.piazza@luzernerzeitung.ch

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