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NATUR-MUSEUM: Grossandrang bei den «Oster-Bibeli»

Die Oster-Küken locken Tausende Fa­mi­lien ins Museum. Gestern ist das erste Küken geschlüpft.
Ein besonderer Moment: Tabea (vorne) und Yael gestern beim Streicheln eines Kükens. (Bild Eveline Beerkircher)

Ein besonderer Moment: Tabea (vorne) und Yael gestern beim Streicheln eines Kükens. (Bild Eveline Beerkircher)

rk.«Da bewegt sich was!» Dutzende Kinderaugen richten sich gespannt auf die Eier, die da im Brutkasten liegen. Bald guckt auch schon ein kleiner Schnabel aus einer kleinen Öffnung. Gestern um 11 Uhr war es dann so weit: Das erste Küken purzelte aus seinem Ei, müde von der stundenlangen Schlüpfarbeit.

Die Oster-Küken im Natur-Museum Luzern sind seit 33 Jahren ein Publikumsrenner. In den 11 Tagen zwischen Gründonnerstag und dem Weissen Sonntag kommen jeweils 10'000 bis 15'000 Besucher ins Museum – vor allem Familien mit Kindern. «Je nach Wetter sind es bis zu 2000 Besucher pro Tag», sagt Museumsdirektorin Britta Allgöwer. Das sind etwa fünfmal mehr als an gewöhnlichen Tagen. «Viele Familien kommen auch mehrmals, und inzwischen sind immer mehr Grosseltern mit ihren Enkeln zu sehen, die damals schon mit ihren Kindern zu den Oster-Bibeli kamen», erklärt Allgöwer.

Der Höhepunkt für die Kinder ist, wenn sie selber ein Küken in den Händen halten dürfen. Dies prägt die Tierchen nachhaltig: Da das Erste, was sie nach dem Schlüpfen sehen, zu ihrer «Bezugsperson» wird, haben sie später keine Scheu vor den Menschen. Deshalb kommen die Küken nachher zu Hobby-Hühnerhaltern und nicht auf anonyme Hühnerfarmen. Doch so herzig die Küken auch sind – die Schattenseiten der Hühnerzucht machen auch vor den Oster-Bibeli nicht Halt: Die männlichen Küken werden später geschlachtet und an Reptilien verfüttert. Bis heute hat die Nahrungsmittelindustrie für männliche Küken keine Verwendung. Die Hoffnungen ruhen daher auf dem «Zweinutzungshuhn». Bei dieser neuen Rasse können die männlichen Tiere für die Fleischproduktion verwendet werden. Britta Allgöwer hofft, dass mit den «Oster-Bibeli» 2016 auch diese Rasse gezeigt werden kann.

Hinweis

Das Natur-Museum am Kasernenplatz ist offen von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr – und auch am Ostermontag.

Wer möchte, darf eines der kleinen Bibeli in der Hand halten. (Bild: Ramona Geiger / luzernerzeitung.ch)Wer möchte, darf eines der kleinen Bibeli in der Hand halten. (Bild: Ramona Geiger / luzernerzeitung.ch)
Wo schlüpft das nächste Küken? Die Besucher beobachten die Eier im Schaukasten des Naturmuseums in Luzern. (Bild: Ramona Geiger / luzernerzeitung.ch)Wo schlüpft das nächste Küken? Die Besucher beobachten die Eier im Schaukasten des Naturmuseums in Luzern. (Bild: Ramona Geiger / luzernerzeitung.ch)
Feucht und zerzaust sind die Bibeli, kurz nachdem sie aus den Eiern im Naturmuseum in Luzern geschlüpft sind. (Bild: Ramona Geiger / luzernerzeitung.ch)Feucht und zerzaust sind die Bibeli, kurz nachdem sie aus den Eiern im Naturmuseum in Luzern geschlüpft sind. (Bild: Ramona Geiger / luzernerzeitung.ch)
Schon länger geschlüpft: Flauschig und schon getrocknet lassen sich diese Bibeli im Naturmuseum bestaunen. (Bild: Ramona Geiger / luzernerzeitung.ch)Schon länger geschlüpft: Flauschig und schon getrocknet lassen sich diese Bibeli im Naturmuseum bestaunen. (Bild: Ramona Geiger / luzernerzeitung.ch)
Sie sind kaum grösser als eine Kinderhand: Die frisch geschlüpften Bibeli im Naturmuseum. (Bild: Ramona Geiger / luzernerzeitung.ch)Sie sind kaum grösser als eine Kinderhand: Die frisch geschlüpften Bibeli im Naturmuseum. (Bild: Ramona Geiger / luzernerzeitung.ch)
Julin geht mit dem kleinen Küken auf Tuchfühlung und will wissen, wie flauschig das Federkleid des kleinen Bibeli ist. (Bild: Ramona Geiger / luzernerzeitung.ch)Julin geht mit dem kleinen Küken auf Tuchfühlung und will wissen, wie flauschig das Federkleid des kleinen Bibeli ist. (Bild: Ramona Geiger / luzernerzeitung.ch)
Viele der Kinder nutzen die Gelegenheit, einmal ein Bibeli halten zu dürfen. (Bild: Ramona Geiger / luzernerzeitung.ch)Viele der Kinder nutzen die Gelegenheit, einmal ein Bibeli halten zu dürfen. (Bild: Ramona Geiger / luzernerzeitung.ch)
Die Schwestern Ella (links) und Tessa bestaunen ein Küken. Sie waren schon mehrmals an Ostern im Naturmuseum, um die Bibeli zu sehen. (Bild: Ramona Geiger / luzernerzeitung.ch)Die Schwestern Ella (links) und Tessa bestaunen ein Küken. Sie waren schon mehrmals an Ostern im Naturmuseum, um die Bibeli zu sehen. (Bild: Ramona Geiger / luzernerzeitung.ch)
Chiara streichelt eines der Bibeli. (Bild: Ramona Geiger / luzernerzeitung.ch)Chiara streichelt eines der Bibeli. (Bild: Ramona Geiger / luzernerzeitung.ch)
Die Besucher verfolgen, was sich im Schaukasten mit den Eiern tut. (Bild: Ramona Geiger / luzernerzeitung.ch)Die Besucher verfolgen, was sich im Schaukasten mit den Eiern tut. (Bild: Ramona Geiger / luzernerzeitung.ch)
Sie ziehen kleine und grosse Besucher an: Die Bibeli im Naturmuseum in Luzern. (Bild: Ramona Geiger / luzernerzeitung.ch)Sie ziehen kleine und grosse Besucher an: Die Bibeli im Naturmuseum in Luzern. (Bild: Ramona Geiger / luzernerzeitung.ch)
Mona Mathis und Melanie Schnyder (vorn rechts) mit anderen Kindern am Bibeli streichlen im Naturmusum. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)Mona Mathis und Melanie Schnyder (vorn rechts) mit anderen Kindern am Bibeli streichlen im Naturmusum. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Elisabeth Danner, Mitarbeiterin des Naturmuseum, zeigt den Kindern den behutsamen Umgang mit den Küken. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)Elisabeth Danner, Mitarbeiterin des Naturmuseum, zeigt den Kindern den behutsamen Umgang mit den Küken. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
In den 11 Tagen zwischen Gründonnerstag und dem Weissen Sonntag kommen jeweils 10'000 bis 15'000 Besucher ins Museum. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)In den 11 Tagen zwischen Gründonnerstag und dem Weissen Sonntag kommen jeweils 10'000 bis 15'000 Besucher ins Museum. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZBild: Eveline Beerkircher / Neue LZ
Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZBild: Eveline Beerkircher / Neue LZ
Tabea (rechts) und Yael Häfliger aus Eschenbach richten ihren Blick gebannt auf ein kleines Bibeli. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)Tabea (rechts) und Yael Häfliger aus Eschenbach richten ihren Blick gebannt auf ein kleines Bibeli. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
17 Bilder

Im Naturmuseum schlüpfen die Bibeli

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