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NATURGEFAHREN: 4,6 Millionen für einen sichereren Götzentalbach in Dierikon

Die Luzerner Regierung beantragt dem Parlament einen Sonderkredit von 4,588 Millionen Franken für den Ausbau des Götzentalbaches in Dierikon. Wegen des fehlenden Hochwasserschutzes kam es im angrenzenden Siedlungsgebiet immer wieder zu Überschwemmungen - 2015 ertranken zwei Menschen in den Wassermassen.
Der Götzentalbach, der hier anfangs Dörfli durch eine Röhre führt, könnte künftig offengelegt werden. (Bild René Meier)

Der Götzentalbach, der hier anfangs Dörfli durch eine Röhre führt, könnte künftig offengelegt werden. (Bild René Meier)

Mit dem vorliegenden Projekt werde der Hochwasserschutz für das Siedlungsgebiet sichergestellt, hält die Luzerner Regierung in der am Mittwoch veröffentlichten Botschaft an das Parlament fest. Der Götzentalbach fliesst nach dem Austritt aus dem steilen Götzental durch das "Dörfli" in Dierikon.

Das geplante Vorhaben kostet 4,588 Millionen Franken. Nach Abzug der Beiträge von Bund und Gemeinden verbleiben laut der Regierung dem Kanton voraussichtlich Kosten von rund 1,59 Millionen Franken.

Der Ausbau erfolge, wo möglich, naturnah, heisst es weiter. Für Fische und andere Lebewesen soll der Lebensraum verbessert werden. Zudem soll der sanierte Götzentalbach punktuell auch als Erholungsraum für die Bevölkerung dienen.

Das Projekt sieht den Rückhalt von Geschiebe und Schwemmholz an den Standorten Oberdierikon und hinter der Mühle vor. Im Siedlungsgebiet soll der Bach dank einer neuen Linienführung über weite Strecken in einem weiten und tiefen Gerinne offen geführt werden.

Die drei neu zu erstellenden Durchlässe werden laut dem Regierungsrat mit einem genügend grossen Freibord realisiert. Der Abschnitt zwischen Siedlung und Mündung in die Ron soll zudem revitalisiert werden.

Stimmt der Rat dem Projekt zu und läuft alles nach Plan, sollen die Bauarbeiten im Herbst 2018 beginnen und im Sommer 2020 beendet sein.

Der Götzentalbach hatte in der Vergangenheit immer wieder für schadenreiche Überschwemmungen gesorgt. Im Juni 2015 trat er bei einem Unwetter aus seinem Bett und überschwemmte Teile von Dierikon. Eine Mutter und ihre Tochter wurden im Untergeschoss eines Hauses von eindringenden Wassermassen überrascht und ertranken.

Der Kanton Luzern hatte vor dem tödlichen Unwetter ein Schutzprojekt in dem Gebiet aus finanziellen Gründen um ein Jahr sistiert. 2016 wurden bauliche Massnahmen vorgezogen, um das Risiko von Katastrophen zu reduzieren. Unter anderem wurden ein Geschiebesammler errichtet und das Gerinne teils verbreitert. (sda)

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