NATURGEWALTEN: Weggis ist von instabilen Hängen bedroht

Die Sicherung instabiler Hänge und Felspartien im Kanton Luzern dürfte in den nächsten vier Jahren 18,8 Millionen Franken kosten. Dies geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Planungsbericht des Regierungsrates ans Parlament hervor.

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Weggis, aufgenommen vom See aus. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Weggis, aufgenommen vom See aus. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Bauliche Massnahmen seien dort nötig, wo raumplanerisch oder mit Überwachung keine ausreichende Sicherheit erreicht werden könne, schreibt die Regierung in dem Bericht. Akuter Handlungsbedarf bestehe namentlich für Weggis.

Dort sind durch Blockschlag oder Hangmuren total 34 Häuser mit 45 Wohnungen bedroht. Hangsicherungen, Sprengungen und Dämme sollen bis 2010 für mehr Sicherheit sorgen. Die Bruttokosten werden auf 10,8 Millionen Franken veranschlagt.

An mehreren Orten drohen Gefahren
Dies ist gemäss Planungsberichtes nicht der einzige Gefahrenherd für Weggis. Im Mättli ist die Kantonsstrasse bedroht. Und schliesslich könnte der Uferbereich durch eine Flutwelle, die durch einen Felssturz am Bürgenstock ausgelöst wird, beschädigt werden.

Weitere Vorhaben gibt es für Greppen, Vitznau, Werthenstein, Schüpfheim, Ebikon und Luzern. Die Kosten belaufen sich für alle Projekte auf 14,3 Millionen Franken.

Für nicht Vorhersehbares werden 4,5 Millionen veranschlagt. Von den total 18,8 Millionen Franken wird der Kanton einen Anteil von 4,5 Millionen Franken übernehmen müssen.

sda