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Nebiker sammeln fast 5000 Unterschriften für ihren SBB-Schalter

Der Gemeindeammann hatte es angekündigt, jetzt ist es vollbracht: Zur Erhaltung des bedienten SBB-Schalters hat der Gemeinderat Nebikon eine Petition eingereicht. 4718 Personen haben das Papier unterschrieben. Gemeindeammann Erich Leuenberger ist begeistert. Nur: Den SBB ist die Petition egal.
Kilian Küttel

«Das ist ein ganz lauter Schrei dafür, dass der Schalter offen bleiben soll», sagt ein hörbar gutgelaunter Erich Leuenberger (FDP). Der Gemeindeammann von Nebikon ist «höchst erfreut», dass 4718 Personen die Petition der Gemeinde zur Erhaltung des bemannten SBB-Schalters im Dorf unterschrieben haben. Beteiligt waren nebst dem Nebiker Gemeinderat auch die Exekutiven aus Altishofen, Dagmersellen, Ebersecken, Egolzwil, Schötz und Wauwil. «Fast 5000 Leute aus einem Einzugsgebiet mit 20'000 Personen – das ist doch eine gehörige Rücklaufquote», so Leuenberger.

Auslöser der Aktion waren die SBB und deren Pläne, den bedienten Schalter per 1. Juni zu schliessen. Grund für die Bundesbahnen war die mangelhafte Nachfrage. 2018 standen pro Stunde im Schnitt sechs Kunden am Schalter, wie SBB-Sprecher Reto Schärli in einem früheren Gespräch mit unserer Zeitung sagte. Hinzu kommt die schlechte Wirtschaftlichkeit aus SBB-Sicht: 2017 verursachte der Schalter ein Defizit von 96'000 Franken.

Für die Nebiker kein Grund, den Schalter dichtzumachen. In der Petition führen sie neun Gründe auf, weshalb das Angebot bestehen bleiben müsse. Etwa, dass der Schalter besonders für ältere Menschen eine wichtige «Auskunfts- und Verkaufsstation», sei. Oder aber, dass in Nebikon jährlich mehr als 1,5 Millionen Umsatz mit dem öffentlichen Verkehr generiert wird – mit dem Schalter, am Automaten oder per App.

Erich Leuenberger wünscht sich nun, mit den SBB nochmals an einen Tisch zu sitzen und die Schliessung erneut zu diskutieren: «Ja, das Ziel wäre es, nochmals Gespräche aufzunehmen.»

Daraus wird aber offenbar nichts. Denn wie die SBB auf Anfrage unserer Zeitung mitteilen, werden sie nicht auf die Petition eingehen. Man nehme die Einwände der Bevölkerung ernst, halte aber am Entscheid fest.

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